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Celle Ortsteile Schutz für Hustedter Naturlandschaft
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Schutz für Hustedter Naturlandschaft
15:10 10.07.2014
Von Michael Ende
Nördlich von Hustedt soll das LSG „Südheide im Gebiet der Stadt Celle“ entstehen. Quelle: Ruth Schimmelpfeng-Schütte
Hustedt

Bei der Neuordnung des 46.500 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Südheide“ durch den Landkreis Celle bleiben die bisher ins LSG integrierten städtischen Flächen „außen vor“ - doch „natürlich“ sollen diese Bereiche weiter LSG bleiben. Deshalb plant die Stadt jetzt das LSG „Südheide im Gebiet der Stadt Celle“. Der städtische Umweltausschuss hat jetzt empfohlen, das nördlich von Hustedt gelegene, 1337 Hektar große LSG „Südheide im Gebiet der Stadt Celle“ auszuweisen.

Lothar Sander, im Celler Rathaus Fachdienstleiter Umweltschutz, empfahl dem Ausschuss, die Regelungen im städtischen LSG denen des Landkreises anzugleichen: „Dabei sollten auch die Regelungen zu baulichen Nutzungen und Entwicklungen entsprechend dem Entwurf des Landkreises fortgeschrieben werden, um dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg nachzukommen.“ Bereits 2001 hatte das OVG geurteilt, dass die Bauregelung im LSG mit ihrem „repressiven Bauverbot“ ungültig sei. Dieser Bereich solle künftig so geordnet werden, dass Bauvorhaben im Bestand etwa bei Einzelgehöften in der Regel genehmigt werden sollten.

Axel Fuchs (CDU), der auch Ortsbürgermeister der Ortsteile, in denen sich das LSG erstreckt, ist, erinnerte daran, dass man baulichen Wildwuchs in der Natur auch weiterhin verhindern müsse: „Vor einigen Jahren musste im Wald eine Jagdhütte abgerissen werden, die sage und schreibe 190 Quadratmeter groß war.“ Fuchs regte an, die Größe von Jagdhütten zum Beispiel auf 30 Quadratmeter zu beschränken. Sander sagte, dass die Riesen-Jagdhütte am Rebberlaher Weg seinerzeit schon allein deshalb abgeräumt werden musste, weil sie rein baurechtlich im Außenbereich ein Unding gewesen sei. Derlei Auswüchse werde man auch künftig nicht dulden.

Sander regte an das zukünftige LSG um Flächen auszuweiten, die im heutigen noch nicht darin enthalten seien: „Es wäre zu erwägen, ob die durch vielfältige Heckenstrukturen geprägten und gegliederten, in der Folge von Waldbränden entstandenen Ackerbaubereiche nördlich von Garßen-Hornshof sowie die durch feuchtere Standortverhältnisse charakterisierten Grünland- und Waldbereiche im Umfeld des NSG Breites Moor in den Geltungsbereich einbezogen werden, um so den Erhalt der für Vogelarten der halboffenen Feldflur wichtigen Bruthabitate zu unterstützen und zu sichern.“