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Celle Ortsteile Schwammige Aufgabenstellung für Celler Bildungsmanagerinnen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Schwammige Aufgabenstellung für Celler Bildungsmanagerinnen
13:28 25.05.2018
Von Gunther Meinrenken
Celle

Bei der Celler CDU stieß diese Antwort auf Verwunderung. Denn immerhin teilen sich seit nun bald zwei Jahren zwei "Bildungsmanagerinnen", Dr. Birgit Nieskens und Monika Rietze, eine Stelle, deren Hauptaufgabe darin besteht, sich um die Qualifizierung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu kümmern. Über konkrete Angaben zu ihren Schützlingen scheinen sie demnach nicht zu verfügen.

Die Christdemokraten möchten nun gerne wissen, was die beiden in den vergangenen beiden Jahren aufgebaut haben. "Uns ist bisher nicht klar geworden, was die beiden Bildungsmanagerinnen eigentlich genau machen", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers. Die bisherigen Antworten der Verwaltung seien "ungenügend und in keiner Weise zufriedenstellend gewesen".

Die Aufgabenstellung für Nieskens und Rietzke ist in Teilen sehr klar, andererseits auch sehr schwammig formuliert. So sollen sie "die Konzepterstellung, Koordinierung und Etablierung sowie Weiterentwicklung eines kommunalen Bildungsangebots insbesondere für Asylbegehrende und Flüchlinge in Celle" auf die Beine stellen. Dazu gehört konkret etwa, mit dem Landkreis ein Bildungsmonitoring aufzubauen. Doch das ist bisher nicht gelungen. Der Grund: "Bis zum 1. Januar 2018 sollte hierzu eine geeignete Software, die die kommunalen Belange zur Integration abbildet, ausgewählt und implementiert werden. Der Zeitplan konnte nicht gehalten werden", heißt es in der Antwort der Stadt auf die SPD-Anfrage.

Gevers vermisst ebenso, was aus der "innovativen Idee" geworden ist, für das Internet eine Netzwerklandkarte zu erstellen, in der Hilfsangebote und Ansprechpartner koordiniert und zusammengetragen werden können. "Auch diesbezüglich liegen bis heute keine Ergebnisse vor", so Gevers: "Wieso ist es nach über einem Jahr nicht möglich, alle Fragen dieses Bereichs adäquat und vollumfänglich zu beantworten?"

Immerhin: Im Internet kann man über die Homepage der Zuwanderungsagentur eine "Landkarte Integration" aufrufen. Ob es sich dabei um die angesprochene Netzwerklandkarte handelt, war nicht zu ergründen. Aufklärung seitens der Stadt gibt es nicht. Eine Anfrage der CZ zur Arbeit der Bildungsmanagerinnen möchte die Verwaltung vorerst nicht beantworten. "Der CDU-Antrag muss im Betriebsausschuss der Zuwanderungsagentur behandelt werden. Wir wollen dazu erst die Politik informieren und dann an die Öffentlichkeit gehen", teilt Stadtsprecherin Myriam Meißner mit.

Eine Antwort gibt die Zuwanderungsagentur allerdings selbst. Auf ihrer Internetseite ist zu lesen: "Gesicherte beziehungsweise repräsentative Daten über das Potential der geflüchteten Menschen liegen bisher nicht vor. Erkenntnisse über das individuelle Bildungsniveau sind derzeit nur schwer verifizierbar, da die meisten Angaben auf freiwilligen Aussagen beruhen. Durch Tests soll individuell für jeden Flüchtling der bestmögliche Weg der Qualifizierung ermittelt werden."

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