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Celle Ortsteile Sehenden Auges in eine bessere Zukunft
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Sehenden Auges in eine bessere Zukunft
19:24 08.05.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Ein Kambodschaner testet mit Hilfe von Büchern,ob seine ausgewählte Brille die passende Sehstärke hat. Quelle: Petra Grundmeier
Groß Hehlen

Groß Hehlen. Fast alle mit einem Buch in der Hand, jeder mit einer Brille auf der Nase. Vor ihnen liegen auf einem Haufen verteilt weitere Brillen, viele dieser Lesehilfen hat die Cellerin Petra Grundmeier in Deutschland bei einer Spendenaktion gesammelt.

"Die wenigsten hier haben Geld für einen Sehtest – geschweige denn, um eine Brille zu kaufen", sagt Grundmeier, die an die 100 Brillen in ihrem Handgepäck mit nach Kambodscha nahm. "Mit Hilfe von Büchern oder Schriftzeichen an der Wand haben die Menschen vor Ort dann geguckt, wie gut sie damit sehen können", berichtet die Cellerin. Einige konnten vorher wegen ihrer Sehschwäche nicht mehr lesen und waren dementsprechend überglücklich, wenn sie eine passende Brille gefunden hatten.

"Kein Mensch hat dabei geguckt, wie er mit der Brille aussieht. Das Sehen allein war wichtig", so Grundmeier. Mit ihrer Spende war die Cellerin nicht alleine. Viele weitere Brillen hatte Dieter Bullmann gesammelt, der Leiter der Hilfsorganisation Children's Hope in Kambodscha.

Vor etwa neun Jahren entschied sich Grundmeier, den Verein finanziell zu unterstützen, nachdem sie ein Jahr zuvor in Kambodscha Urlaub gemacht hatte. "Ich habe diese armen Menschen gesehen und gedacht, dass ich ihnen etwas von dem positiven Input, was ich auf der Reise erlebt habe, zurückgeben möchte", sagt die reiselustige Fotografin. Zusammen mit ihrem Mann übernahm sie die Patenschaft für einen Jungen und vermittelte seinen Zwillingsbruder sowie ein weiteres Geschwisterkind an weitere Paten.

"Wir haben die Familie vor Ort kennen gelernt, als sie sehr arm war und auf einem Grundstück, was ihr nicht einmal gehörte, in einer Plastikhütte wohnte", erzählt Grundmeier. Mittlerweile konnte sich die Familie mit den 20 Euro pro Monat pro Kind eine eigene Hütte auf eigenem Grund und Boden mit einer Entenzucht kaufen. Die Zwillinge studieren Tourismus und Elektromechanik.

"Die Familie steht jetzt auf eigenen Beinen und kann sich aus eigener Kraft helfen", freut sich Grundmeier. Und das Schöne sei, dass man sehe, wo das Geld ankommt. Das sei genau so wie mit den Brillen, wo die Freude den Menschen im Gesicht steht. (als)

Groß war die Enttäuschung bei GeoEnergy, als sich die Investoren für den ersten Bauabschnitt auf der Allerinsel im vergangenen Jahr dagegen entschieden haben, die geplanten 220 Wohneinheiten mit Erdwärme zu versorgen. Die Experten des Vereins hatten zuvor in einer Machbarkeitsstudie dargelegt, dass eine geothermische Lösung auf dem Areal machbar sei. Doch ein Vorzeigeprojekt für Erdwärme kam in der „Stadt mit Energie“, dem Zentrum der europäischen Bohrindustrie, nicht zustande. Umso erfreuter ist GeoEnergy-Vorstandsmitglied Wolfgang Genannt, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WGB) in der Windmühlenstraße auf Geothermie setzt. „Wir sind von dieser Lösung begeistert“, so Genannt.

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