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Celle Ortsteile Spielplätze: Schwermetall-Entwarnung
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Spielplätze: Schwermetall-Entwarnung
13:37 07.12.2011
Von Michael Ende
Kein Schwermetall auf Altenceller Spielpl‰tzen hier der Spielplatz Bleckenweg Quelle: Peter M¸ller
Altencelle

ALTENCELLE. Das einzige wirkliche Schwermetall-Risiko, auf dass sich Celler Eltern bei hinsichtlich ihrer Kinder einstellen müssen, liegt im musikalischen Bereich und ist ungefährlich: Ihre Sprösslinge könnten im Laufe der Adoleszenz Heavy Metal für sich entdecken. Bevor sie das Halbstarkenalter erreichen, können die Kinder getrost auf Spielplätzen im Überschwemmungsgebiet der Aller spielen - ohne ernstzunehmendes Schwermetall-Risiko.

Die Suche nach Relikten der historischen Montanindustrie im Harz war im Jahr 2008 auf die politische Tagesordnung gekommen, nachdem Forscher die Frage aufgeworfen hatten, inwiefern Celle von derlei Altlasten betroffen sei. "Schwermetallbelastungen, die aus dem Harz über die Oker in die Aller verfrachtet werden, betreffen auch Allersedimente, die sich bei Hochwasserereignissen im Überschwemmungsgebiet ablagern", so Celles Stadtbaurat Matthias Hardinghaus: „Die landwirtschaftliche Nutzung als Grünland ist hierdurch zwar ohnehin nicht eingeschränkt, die Situation wollten wir aber auch im Hinblick auf sonstige Risiken für die menschliche Gesundheit geklärt wissen.“

Unmittelbarer Kontakt zwischen Boden und Mensch und gegebenenfalls eine direkte Aufnahme von Schadstoffen kann insbesondere auf Kinderspielplätzen stattfinden, wo nach Herzenslust gebuddelt wird. Deshalb gelten für diese Flächen die strengsten Schadstoff-Grenzwerte. "Im August 2011 wurden deshalb auf den Spielplätzen Bleckenweg zwischen Lange Stücke und Adolf-Knoop-Straße, DRK-Kindergarten und Krippe Jahnstraße, An der Nienburg Nord und An der Nienburg Süd, die in räumlicher Nähe zu Überschwemmungsgebiet der Aller liegen, Boden- und Sandproben entnommen", erläutert Hardinghaus.

Die jetzt bei Analyse der Proben festgestellten Schwermetallgehalte liegen nach Angeben der Stadtverwaltung "sehr weit unter den für Kinderspielflächen angegebenen bodenschutzrechtlichen Prüfwerten". So erreichte der Bleigehalt der Proben maximal 2,3 Prozent des Prüfwertes. Cadmium konnte gar nicht nachgewiesen werden. Das Fazit von Hardinghaus lautet: „Wichtig ist, dass unsere Kinder nicht gefährdet sind. So können wir auf der Grundlage der Untersuchungen festhalten, dass auf Spielplätzen in räumlicher Nähe zum Überschwemmungsgebiet der Aller nicht mit schwermetall-bedingten Risiken für spielende Kinder zu rechnen ist.“