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Celle Ortsteile „St.-Cyriacus-Brass“ bereichert das Groß Hehlener Gemeindeleben mit Musik
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile „St.-Cyriacus-Brass“ bereichert das Groß Hehlener Gemeindeleben mit Musik
16:32 09.10.2017
Quelle: Christina Matthies
Groß Hehlen

GROSS HEHLEN. Mit 82 Jahren ist Dralle eines der ältesten Mitglieder des kirchlichen Posaunenchors, der sich das Motto „Freude und Freunde durch Musik“ auf die Fahnen geschrieben hat. „Insgesamt haben wir vier Mann, die schon über 80 sind“, erzählt Obmann Peter Braun. „Musik hält eben jung.“ Unter der Leitung von Jürgen Warnecke haben sich die 20 Bläser von „St.-Cyriacus-Brass“ im Lauf der Zeit ein vielfältiges Repertoire erarbeitet: neben geistlichen Werken oft auch Gospels, Spirituals, Volkslieder oder Popmusik. „Unsere Einsätze erstrecken sich auf Konzerte, Gottesdienste, auch das ein oder andere Ständchen zu Alters- und Ehejubiläen ist dabei“, erläutert Braun. „Aber egal wo wir sind, wir repräsentieren auch immer die Kirchengemeinde“, betont Chorleiter Warnecke.

Es sei vor allem die gute Kameradschaft, die den Posaunenchor von St. Cyriacus ausmache, findet Trompeter Hermann Schünhoff. Der 82-Jährige ist ebenfalls seit der Gründung des Bläser-Ensembles mit dabei. „Man ist hier eben groß geworden“, sagt er. „Unser Chor ist zum großen Teil aus Familien gewachsen, wir hoffen natürlich, dass das so weitergeht.“ Er deutet auf Bläserkollegen Maik Lorchheim, der von seinem Vater nicht nur die Liebe zum Trompete-Spielen übernommen hat, sondern auch das Amt des Turmbläsers der Stadtkirche Celle. Bereits seit 2014 setzt der heute 30-Jährige die Tradition fort, mit seiner Trompete vom Turm der St.-Marien-Kirche an der Stechbahn täglich einen Choral in alle vier Himmelsrichtungen erklingen zu lassen. „Ich bin im St. Cyriacus-Posaunenchor, seit ich sieben bin“, berichtet Lorchheim.

Die Gemeinde lebendig zu gestalten und mit Musik nicht nur Freude zu machen, sondern auch Trost und Stütze zu bieten: Das ist der Gedanke, der hinter dem allem steht. Darüber hinaus spielt auch die Erkenntnis, dass guter Klang eben nicht nur mit guten Spielern, sondern vor allem mit einem guten Miteinander zu tun hat, eine wichtige Rolle. „Die Gemeinschaft ist toll“, meint Jasmin Pommerening, die den Posaunenchor seit einem Jahr als eine der wenigen weiblichen Bläserinnen unterstützt.

Dass sich für den St.-Cyriacus-Posaunenchor künftig noch mehr Nachwuchs findet, der gern ein Blasinstrument spielen möchte, das wünscht sich Chorleiter Warnecke für die Zukunft. „Ein Instrument kann bei Bedarf gestellt werden“, ergänzt Braun. Er schmunzelt. „Für die richtige Töne sorgt dann schon unser musikalischer Leiter. Und der Spaß kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz.“

Von Christina Matthies