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Celle Ortsteile Stadt Celle startet mit Cashpooling
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Stadt Celle startet mit Cashpooling
17:13 18.04.2018
Von Gunther Meinrenken
BildunterschriftBildunterschrift Quelle: Daniel Reinhardt
Celle

Im jüngsten Finanzausschuss stellte Sabine Tornow vom Fachbereich Finanzwirtschaft der Politik die Idee näher vor. "Wir wollen unser eigenes Geld nutzen und erst dann an die Banken herantreten", erklärte Tornow den Ausschussmitgliedern. Kommunen mit ihren Eigenbetrieben und Tochterunternehmen sind dabei geradezu prädestiniert für Cashpooling. So gibt es in Celle die Eigenbetriebe der Stadtentwässerung und der Zuwanderungsagentur und unter anderem die 100-prozentigen Stadttöchter Wohnungsbaugesellschaft (WBG) und Stadtwerke Celle sowie die Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM).

Und so funktioniert es: Die Stadt eröffnet ein neues Masterkonto, sehr wahrscheinlich bei der Sparkasse Celle. Jeden Tag werden dann die Konten der Tochterunternehmen und Eigenbetriebe auf Null gesetzt. Das heißt, wenn die Stadtwerke ein Plus haben, wird dieses aufs Masterkonto überwiesen, Konten, die im Minus stehen, werden vom Masterkonto aus ausgeglichen. Das geschieht automatisch über ein entsprechendes Computerprogramm. Die Verrechnung erfolge zu marktüblichen Konditionen.

Am Beispiel der CTM erläuterte Tornow, wie uneffektiv derzeit in Teilen gewirtschaftet werde. So zahlt die Stadt quartalsweise einen Zuschuss an die Tourismusgesellschaft. "Dabei braucht die CTM das Geld vielleicht gar nicht oder erst im dritten Quartal. Dieser Zuschuss würde dann aufs Masterkonto wandern. Und wenn die CTM das Geld benötigt, wird es von dort aus wieder zugewiesen."

Der Vorteil des Cashpooling: Die Stadt benötigt weniger Liquiditätskredite, weil sie Engpässe im laufenden Geschäft zum Teil aus eigenen Mitteln der Eigenbetriebe und Tochterunternehmen decken kann. Außerdem werden weniger Gebühren bei den Banken fällig für das Anlegen von Guthaben.

Der Fahrplan: "Wir starten mit den Anfang Mai eine drei bis viermonatige Testphase mit den Eigenbetrieben der Stadtentwässerung und der Zuwanderungsagentur. Parallel prüfen wir unsere Töchter", erläuterte Tornow. Welchen Betrag man durch das Cashpooling einsparen werde, könne derzeit noch nicht zuverlässig gesagt werden.

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