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Celle Ortsteile Städtepartnerschaft von Celle und Batman "zurzeit nicht machbar"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Städtepartnerschaft von Celle und Batman "zurzeit nicht machbar"
15:28 19.02.2012
Das zweite Gespr‰ch Celle - Batman brachte weitere gute Ergebnisse Quelle: Gert Neumann
Westercelle

„Ich bin froh, dass etwas zwischen den Kulturen zusammenwächst. Aber so lange in Batman stellvertretende Bürgermeister mit unklaren Vorwürfen verhaftet werden können und Rechtsstaatlichkeit wie bei uns fehlt, ist daran nicht zu denken“, stellte Mende derartige Ansinnen zurück. „Städtepartnerschaften müssen ihre Wurzeln in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit haben“.

Mende ist ein Hoffnungsträger der ezidischen Gemeinde. „Seit drei Jahren ist uns vieles leichter geworden im Zusammenleben. Sie haben sich sogar in Batman vor Ort informiert und sind offen für unsere Anliegen“, sagte Salih Yalti, Vorsitzender des Trägervereins der ezidischen Gemeinde.

Der zweite „Runde Tisch Celle-Batman“ zeigte, wie groß das gegenseitige Interesse an den Kulturen ist. Gegenseitige Besuche verschiedenster Organisationen beispielsweise haben dazu beigetragen. Am Runden Tisch im Ezidischen Gemeindezentrum nahmen Vertreter der Stadt, Politik und Kirchen, des Deutschen Roten Kreuzes, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Amnesty International, des Celler Jugenddorfes, der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten, der Bürgerstiftung und der Kultur teil.

Dass Celle zur Hochburg von Eziden wurde, sei dem Ruf des Öles und dem Engagement von Celler Firmen in der kurdischen Region Batman in den frühen 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu verdanken, so Yalti. „Das Öl zog viele Menschen in das 500-Einwohner-Dorf Ealih, dass in Batman umbenannt wurde und wo heute 350.000 Menschen leben." In vier Wellen seien Eziden nach Celle gekommen. Zunächst als Gastarbeiter ab 1964, dann als politisch Verfolgte aus Batman ab 1978. Ab 1995 folgten Vertriebene Islamisch-Ezidischen Auseinandersetzung in Syrien und schließlich 1999 Opfer des Golfkrieges aus dem Nordirak.

Von Gert Neumann