Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Striegeln, reiten, Ponys kuscheln
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Striegeln, reiten, Ponys kuscheln
18:55 01.08.2017
Nach dem Putzen und Striegeln (Foto unten links) erklärt Katharina Voigt der jungen Pferdenärrin Leni Sophie, wie sie bei Nyku den Hufkratzer richtig handhabt (rechtes Foto).Anschließend geht es zur Aufstieghilfe (rundes Bild), mit deren Hilfe dem Ausritt der 13 Teilnehmer der Ferienpass-Aktion in Boye (oben links) nichts mehr im Weg steht. Quelle: Stefanie Franke (4)
Boye

Nora, Texas, Molli, Frieda, Nykur, Zaahponia, Tiffi und Fienchen warten bereits auf die 13 Ferienpass-Kinder. Doch bevor die acht Pferde für einen Ausritt gesattelt werden können, erklärt Katharina Voigt vom Hemmenhof zwei Grundregeln für diesen Vormittag: „In der Nähe der Pferde nicht rennen und nicht von hinten an das Pferd herangehen, sondern immer von der Seite, damit es sich nicht erschrickt.“

Zunächst steht das Putzen und Striegeln auf dem Programm. „Wozu putzen wir denn die Pferde?“, fragt Voigt und findet zusammen mit den Kindern die Antwort heraus: „Damit am Ende Sattel und Gurt nicht scheuern.“ Außerdem sei das Putzen auch eine tolle Möglichkeit, sich mit dem Pferd vertraut zu machen und anzufreunden.

Mit dem Massagestriegel geht es los. Damit die Mädchen wissen, wie sich dieser für die Pferde anfühlt, testen sie ihn zunächst an ihrem Bein. Dann werden die Vierbeiner mit dem Striegel verwöhnt und gleichzeitig wird der Staub aus dem Fell entfernt.

Jeweils zu zweit suchen sich die Mädchen ein Pony aus. Nur Marlon Levi hat ein Pferd für sich allein. Schnell schließt er Freundschaft mit dem Schecken namens Texas. „Ich bin jetzt hinter dir, nicht austreten,“ warnt er das braun-weiß-gescheckte Pony, bevor er auf die andere Seite des Tieres geht, um dort weiter zu putzen.

Lara versucht sich an Frieda, die zusammen mit Zaahponia die Ponygröße von 148 Zentimetern Stockmaß überschritten hat und deswegen zu den Pferden zählt. Die große braune Hannoveraner-Mix-Stute ist manchmal besonders kitzelig, weswegen Lara besonders viel Geduld für das Putzen benötigt.

Für beeindruckte Gesichter und viel Begeisterung sorgt die Ponystute Gretchen. „Gretchen ist schon über 40 Jahre alt,“ verrät Voigt den Mädchen, die daraufhin große Augen machen. „Das ist ja älter als meine Mutter“, ruft jemand. Dann geht es bei allen mit dem Auskratzen der Hufe weiter, bevor die Pferde schließlich mit einem Gurt zum Festhalten und Fliegendecken gegen fiese Bremsen im Wald ausgestattet werden. Nur Frieda und Zaahponia bekommen einen Sattel. „Frieda, du bist so schön und so groß,“ sagt Anouk zu der Stute und krault ihr die Nüstern.

„Texas, du siehst aus wie ein Ritterpferd,“ meint Lara zu dem gescheckten Pony, das nun eine blaue Fliegendecke trägt. Birla und Jolina unterhalten sich währenddessen. „Ich glaube, ich wäre gerne ein Pferd,“ meint Birla. „Ein freies Pferd.“

Marlon Levi mustert nachdenklich jedes der Pferde. „Meins ist das schönste Pferd,“ entscheidet er schließlich. Nachdem alle startklar sind, geht es ausgestattet mit Helm und dem Picknickrucksack zur Aufsteighilfe, um von dort aus den Pferderücken zu erklimmen. Bennet steigt als erstes auf, während Merle seine Tiffi am Strick führt. Auf dem Rückweg wird dann gewechselt. Einem entspannten Ausritt zum Picknickplatz steht nichts mehr im Weg.

Von Stefanie Franke