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Celle Ortsteile Temporeduzierung aber keine Ampel
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Temporeduzierung aber keine Ampel
03:57 22.02.2018
Von Gunther Meinrenken
Noch immer zündet Ali Ose Kerzen an dem Schrein an, der an seinen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Sohn Ivan erinnert. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Jeden Tag geht Ali Ose an die Kreuzung Lachtehäuser Straße/Am Feuerwehrhaus. Jeden Tag besucht er den Ort, an dem im Mai vergangenen Jahres sein elf Jahre alter Sohn Ivan bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Ein Schrein erinnert an den Jungen. Jeden Tag zündet Ali Ose hier Kerzen an. "Wenn ich mal keine Zeit habe, macht es meine Frau, Familienangehörige oder ein Kumpel. Meine Eltern sagen schon, ich muss mal loslassen, ich hätte auch andere Kinder. Aber ich kann das nicht vergessen."

Ose hält die Kreuzung für gefährlich. Jeden Tag kommen hier zahlreiche Schüler über den Altenhäger Kirchweg mit dem Fahrrad vorbei, auf dem Weg zur Berufsbildenden Schule. Eine Lücke im Verkehr abzupassen, ist nicht einfach. Ose fordert eine Ampel, damit nicht andere Eltern dasselbe erleben müssen wie er.

Die Lösung wäre relativ einfach. Man müsste nur die Bedarfsampel, die ein paar hundert Meter weiter südlich an der Straße Am Silberberg steht, versetzen, so Ose. Genutzt werde die kaum. Doch Ose wird seine Ampel nicht bekommen. Das hat der Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, als über einen Antrag der SPD zu Querungshilfen im Stadtgebiet diskutiert wurde.

100.000 Euro würde eine neue Ampelanlage kosten. Diese Mittel sind im Haushalt nicht eingestellt. Die Versetzung der kaum genutzten Ampel wurde im Ausschuss gar nicht diskutiert. Überhaupt zeigte sich Stadtbaurat Ulrich Kinder skeptisch. "Wir können nicht überall, wo etwas passieren könnte, eine Lichtsignalanlage aufstellen. Wichtig ist, dass in diesem Bereich die Geschwindigkeiten runtergehen."

Deshalb möchte die Stadt erst einmal auch tagsüber Tempo 30 einführen. Begleitet werden soll dies mit der Beschilderung "Radfahrer kreuzen". Die Schilder sollen auch als Piktogramme auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Die Nebenstraßen sollen mit Haltebalken markiert werden. Geschehen soll das alles noch dieses Jahr. Dann möchte man schauen, ob diese Maßnahmen die gewünschte Wirkung entfalten.

Juliane Schrader (Grüne) war das zu wenig. "Die Sicherheit der Schüler und der Radfahrer wären das Geld wert. Ich möchte nicht mehr abwarten." Doch mit dieser Meinung stand Schrader allein auf weiter Flur.

Empfohlen hat der Ausschuss außerdem, noch in diesem Jahr eine Querungshilfe an der Witzlebenstraße im Bereich des Westmarkts einzurichten. Für die Wittinger Straße/Am Schwalbenberg werde derzeit ein Entwurf für eine Querungshilfe mit Mittelinsel erarbeitet, die zusammen mit der an der Witzlebenstraße realisiert werden könnte.

Gemeinsam mit Hunderten anderer Fans die Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft verfolgen und das unter freiem Himmel – das macht den besonderen Reiz des Public Viewing aus. In Celle haben sich in der Vergangenheit bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften die Zuschauer im Französischen Garten oder vor zwei Jahren im Günther-Volker-Stadion bei Open-Air-Veranstaltungen getroffen. Wenn am 14. Juni die WM in Russland eröffnet wird, wird es nach Stand der Dinge nur einen Ort geben, an dem die Celler gemeinsam jubeln können – die Halle 16 der CD-Kaserne.

Gunther Meinrenken 22.02.2018

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