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Celle Ortsteile Trinkwasser: Umstellung läuft "besser als erwartet"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Trinkwasser: Umstellung läuft "besser als erwartet"
14:07 01.12.2017
Von Gunther Meinrenken
Stapel von Rückläufern bearbeiten und nebenher noch Nachfragen am Telefon beantworten. Imke Garbers, Leiterin des Kundencenters der Stadtwerke, und ihre Kollegen haben im Augenblick wegen der Umstellung der Trinkwasser-Abrechnung jede Menge zu tun. Quelle: Michael Schäfer
Celle

Vor etwa zwei Wochen hatte die 100-prozentige Stadttochter die Celler mit einem Schreiben darüber informiert, dass sie im kommenden Jahr die Abrechnungen wieder selbst bearbeitet. Das Wasser haben die Celler schon immer von den Stadtwerken bekommen, auch wenn das vielen Bürgern gar nicht bewusst ist. Mit der Abrechnung war die SVO über einen Betriebsführungsvertrag betraut gewesen. Den haben die Stadtwerke gekündigt.

Betroffen sind 22.000 Haushalte. 16.000 von diesen zahlen bereits per Lastschriftverfahren, müssen dieses aber von der SVO auf die Stadtwerke umstellen, 6000 Bürger regeln die Zahlungen über einen Dauerauftrag oder per Überweisung. Bisherige Rückmeldungen aus der Bevölkerung: "4000 Celler haben uns online ein Lastschriftmandat erteilt, weitere 4000 haben uns postalisch geantwortet", berichtet Steffen Tschan-Surrey, interner Projektleiter für die Umstellung.

In 94 Prozent dieser Fälle geht es um Einzugsermächtigungen. "Damit haben in diesem Bereich schon fast 50 Prozent unserer Kunden den Zahlungsverkehr auf die Stadtwerke umgestellt. Das ist ein super Ergebnis, wir hätten eigentlich mit weniger gerechnet, die Celler machen gut mit", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Edathy, der die Kunden, die noch nicht geantwortet haben, bittet, dies möglichst bald zu tun. Denn die Umstellung muss bis zum März kommenden Jahres über die Bühne gegangen sein. "Am meisten würde uns ein SEPA-Lastschriftmandat helfen, dann wissen wir, dass auch wirklich umgestellt wurde", so Edathy. Vor Weihnachten werde noch einmal ein Info-Schreiben an diejenigen verschickt, die noch nicht geantwortet haben.

Zur Bewältigung des Ansturms haben die Stadtwerke das Personal im Kundencenter und zur Bearbeitung der Rückäufer aufgestockt. Demnächst sollen weitere Kräfte über einen externen Dienstleister verpflichtet werden. "Viele, vor allem ältere Celler, wissen nicht genau, was sie machen sollen. Denen helfen wir natürlich gerne beim Ausfüllen der Unterlagen", sagt Garbers.

Die Umstellung macht auch deutlich, dass vielen Cellern nicht bewusst ist, dass es sich bei den Stadtwerken und der SVO um zwei unterschiedliche Unternehmen handelt. Denn auch bei der SVO an der Sprengerstraße gibt es viele Nachfragen. "Pro Woche sind etwa 80 bis 100 Celler mit ihren Unterlagen zu uns gekommen. Wir haben dann geholfen, die Papiere auszufüllen, haben sie gesammelt und schicken sie zu den Stadtwerken", berichtet SVO-Sprecherin Anne Ruhrmann.