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Celle Ortsteile „Tsellis“: Forscher stellt Förderantrag
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile „Tsellis“: Forscher stellt Förderantrag
19:46 13.08.2010
Von Oliver Gatz
Altencelle

Hardinghaus hatte im Frühjahr elf ausgewählte Wissenschaftler – Archäologen und Historiker – zu einer Interessentenkonferenz nach Celle eingeladen. Ihnen sollte das Ausgrabungsprojekt an der Aller schmackhaft gemacht werden. Ziel war es, dass ein Wissenschaftler aus Niedersachsen einen Förderantrag beim Land stellt.

„Die Interessentenkonferenz war relativ erfolgreich“, blickte Hardinghaus zurück. An dem Treffen nahmen Forscher aus ganz Deutschland teil, unter anderem aus Bamberg, Kiel und Göttingen. Es habe sich der Ansatz durchgesetzt, „dass man das Projekt noch etwas ganzheitlicher anpackt“, sagte Hardinghaus.

Ende Juli fand ein weiteres Arbeitsgespräch im Büro des Stadtbaurates mit anschließender Besichtigung der Ausgrabungsstätte in der Nähe der Gertrudenkirche statt, an dem auch die Landesstraßenbaubehörde beteiligt war. Denn ein Teil der Ausgrabungsfläche in Altencelle tangiert die geplante Ostumgehung. „Wir arbeiten hier sehr eng mit der Landesstraßenbaubehörde zusammen“, betonte Hardinghaus.

Der Göttinger Prof. Willroth konnte sich für das archäologische Vorhaben begeistern und erklärte sich bereit, bis Anfang November einen entsprechenden Förderantrag beim Land zu stellen. Maximal 200000 Euro für die Dauer von drei Jahren können fließen. Wird der Antrag positiv beschieden, könnte es laut Hardinghaus im Frühjahr kommenden Jahres weitere Grabungen geben.

Altencelles Ortsbürgermeister Otto Stumpf (CDU) hatte in der Vergangenheit gesagt, dass er es gerne sähe, wenn die Stadt Celle selbst noch Geld zusätzlich zu den möglichen Fördermitteln des Landes bereitstellen würde.