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Celle Ortsteile Unruhe im Celler Hehlentorstift
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Unruhe im Celler Hehlentorstift
18:00 08.11.2017
Von Gunther Meinrenken
Außenansicht des Celler Hehlentorstiftes. Parkplatz mit Schild. 03.03.2017 Quelle: Oliver Knoblich
Celle

"Wir wissen immer noch nicht, wie es weitergeht", sagt Michael Spiller von der Mitarbeitervertretung der Lobetalarbeit. Im September habe er das letzte Gespräch über das Thema mit der Geschäftsführung seines Hauses gehabt. "Es gibt immer noch keine Einigung. Das ist der Stand, den wir haben", so Spiller, der auf ein Problem aufmerksam macht, das bald akut werden könnte. "Im Pflegebereich werden überall dringend Fachkräfte gesucht. Es besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter abspringen, wenn sie nicht bald Klarheit über die Zukunft des Hehlentorstifts bekommen."

"Das könnte in der Tat ein großes Problem werden", räumt Bräumer gegenüber der CZ ein. Wenn Mitarbeiter sich eine andere Stelle suchen würden, könnte es schwierig werden, den Betrieb des Hauses aufrechtzuerhalten. Das möchte die Lobetalarbeit auf jeden Fall vermeiden. Ein Ergebnis der Verhandlungen kann Bräumer zum jetzigen Zeitpunkt allerdings auch noch nicht präsentieren. "Wir sind dabei, Zukunftslösungen zu entwickeln", ist Bräumer zuversichtlich, in Kürze konkrete Ergebnisse vorlegen zu können.

Problematisch sei die Gebäudesubstanz, gibt Bräumer zu bedenken. "Die Immobilie ist grundsätzlich sanierungsbedürftig, einige Bereiche wie der Keller sogar sehr stark", so der Lobetal-Geschäftsführer. Außerdem hätten sich die Ansprüche in der Pflege und in Seniorenheimen verändert. "In dem Haus gibt es noch Doppelzimmer, doch die können wir nur noch mit einer Person belegen. Niemand möchte mehr mit einem Fremden zusammen wohnen." Betriebswirtschaftlich sei dies ein Nachteil.

Diese Probleme sind auch dem neuen Besitzer bekannt. Führer würde gerne die Lobetalarbeit als Mieter behalten. "Wir haben eine drastisch reduzierte Miete um einen fünfstelligen Betrag pro Monat angeboten, aber noch keine Reaktion erhalten", berichtet der Adelheidsdorfer, der mehrere Alten- und Pflegeheime betreibt. "Wenn Lobetal rausgehen sollte, werde ich eh größere Umbauarbeiten machen", erklärt Führer. Die Mitarbeiter des Hehlentorstifts beruhigt der künftige Besitzer: "Der Pflegebereich boomt, kein Mitarbeiter muss sich sorgen machen, dass er auf der Straße stehen wird."