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Celle Ortsteile Vor Auftritt: Zirkus wehrt sich gegen Kritik
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Vor Auftritt: Zirkus wehrt sich gegen Kritik
17:15 06.12.2011
Von Christoph Zimmer
Zirkus Belly in Wietzenbruch mit Chef Klaus Kˆhler Quelle: Peter M¸ller
Wietzenbruch

In den Aufführungen haben auch die vielen Tiere, die mit dem Wanderzirkus durch die Republik reisen, ihren großen Auftritt in der Manege. Und genau da liegt das Problem. Tierschützer werfen dem Zirkus vor, seine Tiere nicht artgerecht zu halten. Klaus Köhler, der Direktor des Zirkus, wehrt sich gegen die Kritik.

Noch nie sei an seiner Tierhaltung etwas beanstandet worden, den Tieren gehe es gut. "Sie sind in einem sehr guten Zustand", sagt Köhler. Von den Behörden wird die Tierhaltung regelmäßig kontrolliert. Vor dem ersten Auftritt wird der Zirkus, der von Donnerstag, 22. Dezember, bis Sonntag, 8. Januar, auf dem Schützenplatz in Wietzenbruch gastiert, auch einen Besuch vom Celler Amtsarzt bekommen. Er wird prüfen, wie die Tiere untergebracht sind und ihren Ernährungs- und Pflegezustand kontrollieren. Im Tierschutzgesetz ist geregelt, wie groß die Außengehege und die Käfige auf den Transportwagen sein müssen. In der Vergangenheit sei die Kontrolle des Betriebes "unproblematisch" gewesen, sagt Amtstierarzt Dr. Heiko Wessel.

Knapp 70 Tiere reisen mit dem Zirkus - unter anderem Kamele, Löwen, Tiger, Aligatoren, Riesenschlangen und Schimpansen. "Ich mit Tieren groß geworden, achte und schätze sie", sagt Köhler. Für die Kritik der Tierschützer hat er kein Verständnis. Auch den Vorwurf der Tierquälerei hält er für "absolut haltlos".

An Dressur, Haltung, Transport und Unterbringung der Wildtiere hatte zuletzt die Tierschutzorganisation Peta heftige Kritik geäußert. "Das geht nur mit extrem tierquälerischen Mitteln", sagte Dr. Edmund Haferbeck, der Sprecher von Peta Deutschland. "Das entsprecht nicht den Mindestanforderungen der Zirkusleitlinien."

Die Zirkusvorführungen finden täglich um 15.30 Uhr statt. Am Sonnabend, 24. Dezember, beginnt die Vorstellung bereits um 14 Uhr. Außerdem wird es vom 1. bis 3. Januar keine Vorführungen geben.

Eintrittskarten kosten zwischen sechs und 25 Euro. Sie sind an der Abendkasse erhältlich und können im Vorverkauf an der Zirkuskasse täglich von 10 Uhr bis 12 Uhr erworben werden.