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Celle Ortsteile Wahltermin bereitet Stadt Kopfzerbrechen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Wahltermin bereitet Stadt Kopfzerbrechen
17:00 10.08.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Arne Dedert
Celle

"Wir rufen im Augenblick alle Schulen an, ob es möglich ist, dass sie am Wahltag ihre Räumlichkeiten öffnen können", berichtet Brüsewitz. Wenn die Bildungseinrichtungen wegbrechen, würden der Stadt etwa zehn bis 20 Wahllokale fehlen, also im schlimmsten Fall ein Drittel der insgesamt 62 Orte, an denen die Celler traditionell ihre Stimme abgeben. Brüsewitz und sein Team machen sich schon Gedanken über Ersatz. "Wahrscheinlich gehen wir dann in die Kitas, obwohl die Räumlichkeiten dort etwas enger und daher nicht so günstig sind." Auch Altenheime kämen in Frage. "In Hannover zieht man schon Autohäuser in Erwägung, weil die meist schön große Empfangshallen haben", so Brüsewitz.

Erst wenn alle Wahllokale stehen, dürften die Unterlagen an die Wahlberechtigten verschickt werden, macht Brüsewitz deutlich. Er weist noch auf eine andere Problematik hin: "Viele Menschen wählen seit Jahren im selben Wahllokal. Wenn sich das ändern sollte, dürften viele aus Gewohnheit trotzdem zu den alten Wahllokalen gehen."

Eng wird es für Brüsewitz auch, wenn es darum geht, rechtzeitig genügend Wahlhelfer zu rekrutieren. Zunächst müssen alle benachrichtigt werden, dass sie vom ursprünglichen Termin im Januar entbunden und für den neuen Termin am 15. Oktober verpflichtet werden. Doch die Briefe sind noch immer nicht gedruckt. "Wir dürfen die Briefe erst verschicken, wenn der Landtag offiziell über den neuen Wahltermin entschieden hat. Doch das wird erst nächste Woche geschehen."

Nach Erhalt der Briefe sollen sich die Wahlhelfer möglichst schnell zurückmelden, ob sie am 15. Oktober auch Zeit haben. Brüsewitz geht davon aus, dass es wegen des letzten Ferientages zu mehr Absagen kommen könnte als gewöhnlich. "Dann müssen wir schnell neue Wahlhelfer anschreiben. Denn in der Woche nach der Bundestagswahl am 24. September wollen wir eigentlich die Briefwahlbüros für die Landtagswahl öffnen."

Potenziell neue Wahlhelfer sind daher im Neuen Rathaus gerne gesehen. "Es kann sich jeder ab 18 Jahren mit einem deutschen Pass melden", sagt Brüsewitz. Als Wahlhelfer werde man für den gesamten Wahltag verpflichtet. Sieben Personen besetzen ein Wahllokal, sie treffen sich dort um 7.30 Uhr. "Normalerweise werden drei für den Vormittag und vier für den Nachmittag eingeteilt. Es bleibt also immer ein wenig Freizeit", erklärt Brüsewitz. Ausflüge sollte man allerdings an diesem Tag nicht planen. Um 18 Uhr kämen dann alle Wahlhelfer wieder im Wahllokal zusammen, um die Stimmen auszuzählen. Das würde maximal zwei Stunden dauern. Als Vergütung erhalten die Freiwilligen 35 Euro.

Wer sich als Wahlhelfer zur Verfügung stellen will, kann sich unter Telefon (05141) 123347 oder wahl@celle.de melden.