Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Wie eine Cellerin die Literatur entdeckte und sie heute pflegt
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Wie eine Cellerin die Literatur entdeckte und sie heute pflegt
17:12 02.02.2018
Von Andreas Babel
Quelle: cz
Celle

Die Cellerin Julia Encke hat ihr drittes Buch geschrieben. Der Rowohlt-Verlag hatte ihr angeboten, eine Biografie über einen umstrittenen französischen Schriftsteller-Star zu schreiben. Und da die Literaturchefin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ohnehin die Werke dieses Mannes begleitet, überlegte die 1971 in Celle Geborene nicht lange, sondern machte sich an die Arbeit. Mit „Wer ist Michel Houellebecq?“ legt sie nun das „Porträt eines Provokateurs“ vor, wie der Untertitel ihres Buchs lautet.

Julia Encke ist in einem der Kultur sehr zugewandten Elternhaus aufgewachsen, sie sang als Schülerin in der Stadtkantorei und spielte im Schulorchester des Hermann-Billung-Gymnasiums Geige. „Als Kind war ich keine Leseratte, sondern habe lieber Popmusik gehört“, sagt sie. Erst mit 17 entdeckte sie ihre Leidenschaft für Bücher. Sie verschlang die dicken Romane „Anna Karenina“ und „Vom Winde verweht“.

Nach dem Abitur am HBG zog es sie in die weite Welt. Sie studierte zunächst Deutsch und Französisch in Freiburg („Ich habe mich schon immer für Sprachen interessiert.“), dann Literaturwissenschaften in Freiburg, Toulouse und München. Anfang der 1990er Jahre schnupperte sie zum ersten Mal in die Welt des Journalismus‘ hinein. Bei einem Praktikum in der Lokalredaktion der Celleschen Zeitung bekam sie Lust auf dieses Metier.

Aus München heraus bewarb sie sich nach dem Magister-Abschluss um eine Praktikumsstelle im Feuilleton verschiedener renommierter Zeitungen. Sie erhielt die Chance, für die Frankfurter Allgemeine zu schreiben. Ohne ein Volontariat oder eine Journalistenschule absolviert zu haben, wechselte sie 2001 zur Süddeutschen Zeitung. Seit 2005 ist sie nun Feuilletonredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Seit Sommer 2015 leitet sie dort das Literaturressort.

„Die Arbeit füllt mich schon sehr aus“, sagt die zweifache Mutter. Die Arbeit an ihrem Buch musste sie in den Abend- und Nachtstunden nebenher erledigen. Ihre Dissertation über „Augenblicke der Gefahr“, in der sie die Sinneswahrnehmungen im Ersten Weltkrieg untersucht, erschien 2006 in Buchform. 2014 folgte „Charisma und Politik“, das sie auch in der Celler Stadtkirche vorstellte.

Julia Encke ist mit dem Journalisten und Romanautor Rainer Schmidt verheiratet und lebt und arbeitet in Berlin. „Ich habe 18 Jahre lang in Celle gelebt und komme immer wieder gerne hierher. Meine Kinder sind dann immer ganz begeistert von den Gärten und dem vielen Grün drumherum, aber ich wollte schon immer in eine große Stadt. Berlin ist einfach toll und ich würde nur ungern hier wieder weg“, gesteht sie. Ob sie nicht auch selbst einmal ein fiktives Werk wie einen Roman schreiben wolle, verneint sie. „Ich wollte immer lieber über die Dinge der anderen schreiben.“ Sie habe sich in dieser Rolle „immer sehr wohlgefühlt“. Außerdem sei es das Tolle an ihrer Arbeit als Literatur-Journalistin, dass man nicht nur rezensieren dürfe, sondern auch die Schriftsteller treffen könne, für die man sich selbst interessiert.

Das Buch über „Michel Houellebecq“ ist ihr eine Herzensangelegenheit. Sie versucht darin – durchaus sprachlich exzellent – aufzuzeigen, dass der Mann, der demnächst 60 Jahre alt wird, nicht festzulegen ist. Er hinterfragt die bedenkliche Entwicklung eines satten Europas, ist aber kein Reaktionär, sondern nur einer, der den Finger in die Wunde legt. Er ist kein Prophet, sondern einer, der seine Leser auf Missstände stößt, die schon da sind. Man muss keines seiner Bücher gelesen haben, die für Skandale gesorgt haben, um Julia Enckes Buch zu verstehen. Wer es liest, wird aber eines verspüren: die Lust eines der Houellebecq-Werke zu verschlingen.

Seit über 20 Jahren ist Klaus Didschies nun schon Ortsbürgermeister in Klein Hehlen und damit der Dienstälteste in der Stadt Celle. Auf die Frage, ob ihm sein Ehrenamt immer noch Freude bereite, antwortet er mit einem klaren „Ja“ und begründet dies mit einer Frage: „Warum ist Klein Hehlen so liebens- und lebenswert?“ Eine Antwort hatte er auch parat: „Es ist nicht nur die besondere Lage nördlich der Allerniederung in einem bewaldeten, mit vielen Grünstreifen durchzogenen Wohngebiet, die Klein Hehlen auszeichnet. Nein, es sind im Wesentlichen die Menschen, die ihren Stadtteil so positiv prägen. Hilfe und Dankbarkeit sind genauso selbstverständlich wie Aufmerksamkeit und Anteilahme. Man begegnet sich mit Freundlichkeit, grüßt selbst auf abgelegenen Pfaden, als ob man sich schon lange kennen würde.“

Michael Ende 02.02.2018

Am Sonntag ist Weltkrebstag. Das hat CZ-Redakteurin Dagny Siebke zum Anlass genommen, um bei Dr. Peter Hannemann, dem Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Celle, zu dem Thema nachzufragen. -

Dagny Siebke 02.02.2018

Bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Hustedt begrüßte die Vorsitzende Claudia Kohrs die anwesenden Majestäten und Mitglieder. Sie berichtete über die Aktivitäten im Schützenjahr und dankte dem Vorstand für die Unterstützung und allen Helfern für ihre Einsatzbereitschaft

01.02.2018