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Celle Ortsteile „Wir müssen Kirche, Kunst und Kultur retten“
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile „Wir müssen Kirche, Kunst und Kultur retten“
14:50 26.08.2018
Die Band „Cantilena“ sorgte für den musikalischen Rahmen des künstlerischen Sommerfestes im Winser Kulturcafé nebenan. Quelle: Christina Matthies
Winsen (aller)

WINSEN. Für das Organisatoren-Ehepaar Ilse und Hartmut Schleisieck gehört es mittlerweile schon zum guten Ton, zur Veranstaltung einen hochkarätigen Gastredner zu bitten – in diesem Jahr ging die Einladung an die Superintendentin des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Celle, Andrea Burgk-Lempart. „Ich komme mit Gedichten im Gepäck“, kündigte Burgk-Lempart dann auch gleich gut gelaunt zu Beginn ihres Vortrags an, der sich äußerst kurzweilig mit dem Verhältnis zwischen Kirche, Kunst und Kultur beschäftigte.

„Kirche, Kunst und Kultur verfolgen keinen Zweck“, so Celles Superintendentin, „deswegen müssen wir sie retten, in unserer zweck- und profitorientierten Gesellschaft.“ Mit Lyrik von Robert Gernhardt („Kunst und Leben“), Elfriede Gerstl („Wer ist denn schon“) oder Mascha Kaléko („Sozusagen grundlos vergnügt“) warb Burgk-Lempart dafür, das Prinzip von Arbeit und Ruhe zu beherzigen, und sich Zeit für Kunst- und Kulturgenuss zu nehmen.

„Wir verdursten innerlich, wenn wir unsere Seelen nicht nähren“, sagte sie – ein wunderbarer Gedankenanstoß für die Gespräche, die das Quartett „Cantilena“ musikalisch umrahmte. Laurent Quirós (Gesang, Gitarre, Mandoline), Silke Lange (Gesang, Mandoline), Detlef Bünger (Gesang, Gitarre) und Jürgen Kornas (Bass) begeisterten mit handgemachtem Folk aus Schottland, Irland, Frankreich und Südamerika.

Etliche Besucher nutzten zudem das künstlerische Sommerfest, um der aktuellen Ausstellung in den Räumen des Winser Kulturcafés nebenan einen Besuch abzustatten: „Natürlich Niedersachsen“ zeigt derzeit Tier- und Naturfotografien des Winsers Reinhard Falk und anderen Mitgliedern der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen.

Von Christina Matthies

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