Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Wo kommt eigentlich die Zeitung her?
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Wo kommt eigentlich die Zeitung her?
17:56 06.07.2017
Matthias Spohn erklärt die Arbeiten im Leitstand und führt die Ferienpass-Kinder durch die verschiedenen Abteilungen der Druckerei. Große Papierbahnen laufen durch die Druckmaschinen. Quelle: Jochen Strehlau
Celle

KLEIN HEHLEN. Zu Beginn stehen alle Maschinen noch still. So führt Druckerei-Mitarbeiter Matthias Spohn die Kinder in die sogenannte Druckvorstufe. „Hier kann ich jede Zeitungsseite, so wie sie gedruckt werden soll, auf meinem Monitor sehen“, demonstriert Spohn. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. So erfahren die Kinder, dass für den Zeitungsdruck Druckplatten benötigt werden. „Die sind mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen und werden mittels eines Lasers belichtet“, erklärt Spohn. „Wie viele Farben braucht man, um eine Zeitungsseite zu drucken?“, fragt er. „Gelb, Rot, Blau und Schwarz. Diese Farben sind auch als kleine Punkte am unteren Rand jeder Zeitungsseite zu sehen“, weiß Tomke.

Für den Druck einer Zeitung braucht man viel Papier. Dieses liegt in riesigen Rollen bereit. Bis zu 1,25 Tonnen ist eine Rolle schwer. Mittlerweile haben sich die Maschinen in Bewegung gesetzt. Weiter geht es ins Herz der Zeitungsproduktion, wo man gut sieht, wie die Druckplatten über sogenannte Zylinder laufen. Parallel dazu wird eine Papierbahn in bemerkenswerter Geschwindigkeit durch die Druckmaschinen geführt. Aber zum Drucken braucht man auch Farbe. „Aus diesen Farbcontainern werden die Farben an die Druckmaschinen in die Farbwerke gepumpt“, zeigt Spohn.

Die Kinder stehen jetzt eine Ebene höher, genau vor den zwei als Drucktürme bezeichneten Maschinen. „Jeder Druckturm kann für sich sechzehn farbige Seiten drucken“, erklärt Spohn. „Da unten kommen ja schon die fertigen Zeitungen raus“, ruft Tomke. „Richtig, das ist der Falzapparat. Dieser kann bis zu 34.000 Zeitungsexemplare pro Stunde auswerfen“, sagt Spohn.

Danach geht es kurz in einen Bereich, der Leitstand heißt. „Wenn die Druckmaschinen angefahren sind, ziehen wir uns noch schnell Muster, um gegebenenfalls noch Anpassungen vorzunehmen“, so Spohn. In der Versandabteilung läuft gerade über lange Transportbänder der frisch gedruckte "Celler Markt".

Der Druck der Celleschen Zeitung beginnt meistens um 22.15 Uhr. Aber es werden hier auch noch die Gifhorner Aller-Zeitung, die Wolfsburger und die Peiner Allgemeine gedruckt. Erst um 2.30 Uhr endet der Arbeitstag der Drucker, bevor die Frühschicht um 6 Uhr wieder anfängt.

Von Jochen Strehlau