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Celle Ortsteile Zeugnisse für letzten Pace-Jahrgang
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Zeugnisse für letzten Pace-Jahrgang
15:18 27.06.2018
Von Gunther Meinrenken
Abschiedsselfie: Pace-Teamleiter Ingo Bloeß mit seinen Schülern, dem letzten Jahrgang,der in dem Projekt den Hauptschulabschluss nachgeholt hat. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Pauluth raffte sich auf, wurde angenommen und gestern nach etwas mehr als einem Jahr erhielt er zusammen mit zehn weiteren Schülern sein Zeugnis. Durchschnitt: 1,0, das beste Ergebnis, das jemals von einem Pace-Schüler erreicht worden ist. "Zuerst hatte ich überall eine Eins, nur in Deutsch eine Zwei, die wollte ich nicht stehen lassen", so Pauluth. "Jetzt werde ich meinen Realschulabschluss machen. Am liebsten würde ich bei einer Bank arbeiten", schaut er nun positiv in die Zukunft.

Pauluth und seine Mitschüler sind der letzte Pace-Jahrgang. Entsprechend ergreifend und tief bewegend verlief die Zeugnisvergabe. Ingo Bloeß, der bei der Stadt Celle das Pace-Team leitet, brachte ohne Übertreibung auf den Punkt, was diese Bildungsmaßnahme von einer normalen Schule unterscheidet: "Ich verabschiede mich nicht von Euch als Schüler, sondern begrüße viele von Euch als Freunde in meinem Leben."

Pace lief seit 2005, jetzt wird das Projekt eingestellt. Aus finanziellen Gründen. Beispiel: Die aktuelle Förderperiode läuft bis Ende Februar 2019. Hierbei fallen Kosten von insgesamt 678.000 Euro an. Die NBank übernimmt den Löwenanteil, die Stadt zahlt 136.000 Euro, der Landkreis 80.000 Euro. Die Kosten steigen. Bis 2015 hatte der Anteil des Landkeises noch bei 1540 Euro gelegen. "Wir müssen bei den freiwilligen Leistungen sparen, können uns Pace nicht mehr leisten. Das hat nichts mit mangelnder Wertschätzung zu tun", erklärte die zuständige städtische Dezernentin Susanne McDowell am Rande der Veranstaltung.

Einen Eins-zu-Eins-Ersatz für Pace wird es nicht geben. Im Gespräch ist eine Jugendberufsagentur. Die könne man, so heißt es beim Jobcenter und der Arbeitsagentur, aber nicht einfach so als Nachfolgerin von Pace verstehen. "Für junge Menschen mit Handicap gibt es ein breites Spektrum an Angeboten", so Jobcenter und Arbeitsagentur.

Mit dem für kommendes Jahr beschlossenen Wechsel der gesetzlich verankerten Jugendhilfe von der Stadt zum Landkreis ist letzterer zusammen mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter künftig für den Übergang der Jugendlichen von der Schule ins Berufsleben verantwortlich. "Wir werden unsere Kompetenzen da einbringen", sagte Kreisrat Bernd Niebuhr. Und McDowell teilte mit, dass Bloeß sein Pace-Konzept bei den künftig verantwortlichen Stellen bereits vorgestellt habe. Sie versprach: "Die Jugendlichen, die Pace aufgegriffen hat, werden nicht im Regen stehen."

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