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Celle Ortsteile Zukunft des Boyer Entenfangs ist gesichert
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Zukunft des Boyer Entenfangs ist gesichert
22:27 18.05.2014
Von Michael Ende
Entenfang Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Boye

Landrat Klaus Wiswe, Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und der Vorsitzende der Jägerschaft Celle, Hans Goller, haben mit der Eigentümerin Iris Barckhausen-Kiesecker einen Vertrag zur Erhaltung des kulturhistorisch und naturschutzrechtlich bedeutenden Wasserwildreservats „Entenfang Boye“ unterzeichnet.Zur Erhaltung dieses seltenen Gebiets hatten Landkreis Celle, Stadt Celle und die Jägerschaft Celle mit der Eigentümerin bereits in der Vergangenheit einen Vertrag zur finanziellen Unterstützung geschlossen. Dadurch konnte eine ausreichende Wartung und Instandhaltung der Anlagen garantiert werden. Dieser Vertrag lief nun zum 31. Dezember 2013 aus. Die Stadt Celle hatte daraufhin entschieden, als Beitrag zur Konsolidierung ihres Haushalts auf eine Fortführung der Vereinbarung zu den bisherigen Vertragsbedingungen vorübergehend zu verzichten.Um die Eigentümerin auch weiterhin finanziell zu unterstützen und so zum Erhalt des wertvollen Wasserwildreservats beitragen zu können, unterzeichneten die Vertragsparteien nun einen Übergangsvertrag. Bis zum 31. Dezember 2015 wird der bisher von der Stadt Celle getragene Anteil je zur Hälfte vom Landkreis und der Jägerschaft aufgefangen. Die Stadt verzichtet wie bisher auf Pachtzahlungen und erlaubt der Eigentümerin auch weiterhin, die für die Erhaltung des Schutzgebiets notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Darüber hinaus wird die Stadt Celle rechtzeitig vor Auslaufen des Übergangsvertrags prüfen, ob sie sich ab 2016 wieder aktiv an der finanziellen Unterstützung des Wasserwildreservats „Entenfang Boye“ beteiligt.Das Wasserwildreservat „Entenfang Boye“ besteht bereits seit dem Jahr 1690. Damals hatte der Celler Herzog Georg Wilhelm eine sogenannte „Entenkoje“ nach niederländischem Vorbild errichten lassen, um so den Lebendfang von Wildenten zu erreichen. Im Laufe der Jahre wurde die Entenkoje durch den Bau von Gräben, Teichen, Wehren und Schleusen vergrößert, so dass sich dort bis heute eine zum Teil für das europäische Naturerbe bedeutsame Flora und Fauna entwickelt hat.Bereits die Entenkoje ist in Niedersachsen jagd- und kulturhistorisch einzigartig. Die aufgrund der dort befindlichen Tier- und Pflanzenwelt zu einem Wasserwildschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet und FFH-Gebiet erklärte Teichlandschaft rundet das Wasserwildreservat im Bereich des Wild- und Naturschutzes ab.