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Celle Stadt 100 rote Lampen sollen vor dem Bahnhof leuchten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 100 rote Lampen sollen vor dem Bahnhof leuchten
19:12 11.08.2010
Von Oliver Gatz
Erscheinungsbild mit Lichtkunst aufwerten: der Celler Bahnhof. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Mit einer Lichtkunst-Installation will Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) das Erscheinungsbild des Celler Bahnhofs aufwerten. Jetzt nimmt das Vorhaben konkrete Formen an, bei dem der Galerist und künstlerische Leiter des 24-Stunden-Kunstmuseums am Celler Schlossplatz, Robert Simon, Regie führt.

In Absprache mit ihm und allen zuständigen Stellen hat der aus Frankfurt am Main stammende Künstler Vollrad Kutscher ein zweiteiliges Kunstwerk konzipiert. Ein Teil betrifft die Unterführung. Dort soll es eine interaktive Licht- und Klanginstallation geben, die den Bereich für Fahrradfahrer und Fußgänger zu einem Erlebnisraum macht. Darüber hinaus ist ein zehn Meter hoher Mast mit einer Blütendolde aus 100 roten Leuchten geplant, der zwischen Unterführung und Bahnhofsgebäude aufgestellt werden soll.

Ziel sei es, den ersten Lichtkunstbahnhof Deutschlands zu schaffen, sagte Simon. Es handele sich um ein Projekt, das mosaikartig aufgebaut sei und sich über mehrere Jahre hinziehe. Es solle Besucher auf die Einzigartigkeit des 24-Stunden-Kunstmuseums aufmerksam machen.

Gleichzeitig würde Celle damit in dem angelaufenen Projekt „Kunstschiene“ der Metropolregion einen wichtigen Stellenwert erhalten, hieß es. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Kunstaktionen an Bahnhöfen auf der Strecke zwischen Hamburg und Göttingen.

Die Kosten für die Kunstinstallation in der Unterführung beziffert Simon mit 75000 Euro zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer. Mittel in dieser Höhe sind in der Baumaßnahme bereits eingeplant, da die Verwaltung ursprünglich für einen eigenen Gestaltungsentwurf 80000 Euro veranschlagt hat. Ob angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt das Geld zur Verfügung gestellt wird, entscheidet letztlich die Politik.

Die zehn Meter hohe Leuchtblume kostet nach Simons Angaben rund 55000 Euro zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer. Diese Mittel stünden innerhalb des städtischen Gesamtbetrags zur Sanierung der Unterführung zur Verfügung, hieß es seitens der Verwaltung. Zusätzliche Haushaltsmittel würden nicht benötigt.

Über die Pläne beraten am Montag, 16. August, in einer gemeinsamen Sitzung der Kulturausschuss, der Bauausschuss und der Verkehrsausschuss. Die Sitzung im Kunstmuseum beginnt um 17 Uhr.