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Celle Stadt 1000 Celler beim Bürger-Brunch
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 1000 Celler beim Bürger-Brunch
16:26 10.06.2012
Von Gunther Meinrenken
B¸rger-Brunch 2012 Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Bei den Organisatoren herrschte trotz der tollen Atmosphäre leichte Katerstimmung vor. Michael Polewsky, Vorsitzender der Celler Bürgerstiftung, hatte im Vorfeld der Veranstaltung mit mehr Teilnehmern gerechnet. „Wir haben nur 120 bis 130 Tische verkauft. Beim letzten Mal waren es mehr als 200. Zum Glück sind unsere Unkosten durch Sponsoren abgedeckt, so dass der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Tische in unsere Projekte fließen kann“, rechnete er vor und rätselte über die Ursachen.

Einen Grund sah Polewsky in der Fußball-Europameisterschaft. Obwohl parallel zum Bürger-Brunch kein Spiel lief, habe er von Leuten gehört, dass sie nach dem Public Viewing am Abend zuvor, nicht am nächsten Morgen schon wieder zu einer Veranstaltung wollten. Eine weitere mögliche Erklärung: Vor zwei Jahren hatte kräftiger Regen den Bürger-Brunch in Mitleidenschaft gezogen. Viele der damals verkauften Tische blieben unbesetzt. Das instabile Wetter der vergangenen Tage dürfte einige Celler davon abgehalten haben, dieses Risiko erneut einzugehen. „Es sieht so aus, als wäre jetzt nur der harte Kern gekommen“, meinte Polewsky.

Zu diesem harten Kern gehört auch Familie Legall, die es sich zusammen mit Freunden auf dem Großen Plan gemütlich gemacht hatte. „Wir haben noch keinen Bürger-Brunch verpasst“, meinte Monika Legall. Auch vor zwei Jahren habe sie das schlechte Wetter nicht schrecken können. „Es ist einfach schön, hier in ungezwungener Atmosphäre zu sitzen und Freunde zu treffen“, fand Brigitte Apel, die aus Braunschweig zum Bürger-Brunch gekommen war.

Während die Erwachsenen frühstückten und sich von musikalischen Einlagen unterhielten ließen, zog es die kleinen Besucher in die Kinderecke, wo sie Bilder malten oder sich beim Tontopf-Memory versuchten, das die Celler Pfadfinder mitgebracht hatten. „Das haben unsere Jüngsten gestaltet und gefällt nicht nur den Kindern. Schulen und Kindergärten haben die Idee auch schon als Anregung mitgenommen“, berichtete Thorsten Weitze vom Pfadfinderstamm Altai Maral.