Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt 14.000 Zuschauer bei Celler Hengstparaden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 14.000 Zuschauer bei Celler Hengstparaden
19:04 19.08.2018
Von Michael Ende
Quelle: Anne Friesenborg
Celle Stadt

Die unbestrittenen Stars waren natürlich die Celler Hengste und ihre internationalen Gäste, zu denen auch die temperamentvollen tschechischen Kladruber zählten. Diese beeindruckende Pferderasse wurde einst eigens für zeremonielle Anlässe gezüchtet – auch dem Paradeplatz waren die energiegeladenen Tiere in ihrem Element. Das mehr als dreistündige Paraden-Programm ließ keine Wünsche offen: Klassiker wie die Ungarische Post, die große Dressurquadrille oder die rasenden Römerwagen fehlten eben so wenig wie atemberaubende Sprung- und Dressurvorführungen oder der höfische Prunk historischer Gala-Kutschen – ein fürstlicher Augenschmaus.

Das neue, bunte Drumherum lockte nicht nur „Amateur-Pferdeliebhaber“ an, sondern gefiel auch den eingefleischten Paraden-Gängern. So etwa Andreas Burmeester aus der Nähe von Bremen, der seit Jahren ein treuer Gast der Paraden ist. „Jetzt wird viel mehr geboten als sonst – da kann man die verlängerte Pause richtig gut nutzen“, sagte der passionierte Reiter und mischte sich unters bummelnde Volk.

Der Besuch der Paraden ist für viele Polit-Promis ein Muss. Der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch war mit Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU)angereist. „Das neue Hengstparaden-Konzept, das weiterhin auf Tradition setzt, aber durch einen großen Ausstellungsbereich sowie die Präsentation von Kunst und Handwerk ergänzt wird, hat mich restlos überzeugt“, so Adasch: „Es ist toll zu sehen, wie sich die Hengstparaden immer wieder weiterentwickeln, und gerade als Familienvater mit jungen Kindern ist es super, dass auch die Kinder bei den Paraden kaum mehr aus dem Staunen kommen.“ Adasch war es ein besonderes Anliegen, die Ministerin als Ehrengast zu gewinnen: „Die neue Landesregierung wird anders als ihre Vorgängerin dafür sorgen, dass das Landgestüt auch weiterhin fest im Sattel sitzt.“

„Ein neues Konzept bedeutet nicht, dass wir unsere Tradition nicht wahren. Dieses Jahr war ein Testlauf", sagt Landstallmeister Axel Ausblick Brockmann, der sich vorstellen könnte, noch weit mehr als die 90 Aussteller bei dieser Parade in eine Gesamtkonzept zu integrieren, das immer mehr in Richtung einer trendigen Lifestyle-Messe mit Eventcharakter geht. Im Publikum habe er zumeist Pferdefreunde entdeckt – weniger Flaneure, die hauptsächlich von der Ausstellung angelockt worden seien und das Landgestüt quasi nebenbei entdeckt hätten: „Im nächsten Jahr werden wir uns dem Motto Hund und Pferd widmen.“ Das klingt nach einem Großereignis mit Erfolgsgarantie.

Das nächste Event im Gestüt steht bereits unmittelbar bevor: Am Samstag, 22. September, lädt der Verein der Freunde und Mitarbeiter des Landgestüts von 11 Uhr bis 18 Uhr zum „Tag des alten Handwerks“ ein. Der Eintritt ist frei.

Die Kinder haben den Gemeindesaal schon mal in Beschlag genommen, obwohl dieser noch gar nicht fertig ist, nicht einmal der erste Spatenstich ist getan. Aber die Archäologen, die hier den Spuren der Geschichte rund um die Kirche St. Cyriacus aus dem Jahr 1235 nachgegangen sind, haben dem Grundriss des neuen Gebäudes entsprechend eine Baugrube hinterlassen, und diese hat es den Kleinen trotz großer Konkurrenz angetan – sie buddeln und schaufeln.

19.08.2018

Wenn das Celler Landgestüt sein Tore öffnet, dann laufen den Hannoveraner-Züchtern nicht etwa die Pferde davon – ganz im Gegenteil: Dann rennen ihnen Besucher die Bude ein. So auch an diesem Wochenende, wenn im Gestüt die Hengstparaden über die Bühne gehen. Einen Vorgeschmack gab es am Freitag bei der glanzvollen Premiere unter dem Motto „Sommervergnügen & Hengstparaden“.

Michael Ende 17.08.2018

Zum ersten Mal hatte das Atelier 22 zu einem „Künstlergespräch“ eingeladen. Kunsthistorikerin Meggie Hönig sprach mit Faisal Al Hasan, dessen Ausstellung „Zivilisation im Wandel“ gerade im Atelier 22 läuft. Das Gespräch lief leider wegen großer Probleme bei der Übersetzung eher schlecht als recht. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde es dann noch einmal interessant, als Al Hasan bei vier Gemälden die Symbolik und die Aussage erläuterte.

17.08.2018