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Celle Stadt 15 Tage getrennt: Lilli ist wieder da
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 15 Tage getrennt: Lilli ist wieder da
18:01 04.12.2018
Von Andreas Babel
Melanie Ziebell am Dienstag mit ihrer Terrier-Dame Lilli in der Celler Blumlage. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Nach 15 Tagen, 5 Stunden und 20 Minuten hat Melanie Ziebell ihre Lilli wieder in die Arme schließen können. Nun denkt die Hundebesitzerin an ein schönes Weihnachtsfest. „Sie ist mein Lebensmittelpunkt. Ohne sie hätte ich das Fest gar nicht feiern können“, sagt die Cellerin. Doch nun ist der siebeneinhalbjährige Jack-Russell-Terrier wieder daheim.

Beispiellose Suchaktion verläuft erfolgreich

Vorausgegangen war eine beispiellose Suchaktion, an der sich halb Celle beteiligte. Nachdem Lilli in der Aller-Aue zwischen Altencelle und der Blumlage weggelaufen war, hatte ihr Frauchen nichts unversucht gelassen, um ihren Liebling wiederzufinden. 3300 Suchplakate hat sie drucken lassen, 2800 davon verteilt oder aufgehängt. Gefühlt blickte einem von jedem Pfahl das freundliche Gesicht der kleinen Hündin entgegen. Eine Hundesuchstaffel und eine Drohne mit Wärmebild-Kamera waren im Einsatz.

„Überwältigende Anteilnahme“

Doch Tag um Tag verging, ohne dass Lilli auftauchte. Es gab zwar immer wieder Hinweise, dass Hunde, die Lilli ähnlich sahen, gesichtet worden sind, aber keine heiße Spur. „Ich bin dem Verbund Celler Mitbürger sehr dankbar, der allen Hinweisen nachgegangen ist. Von der Anteilnahme bin ich schlicht überwältigt“, sagt Ziebell.

Suche sollte mit Wildkameras fortgesetzt werden

Am Donnerstagabend war Ziebell von einer vergeblichen Suche nach einer angeblichen Sichtung bei Eschede nach Hause zurückgekehrt. Sie ist gerade dabei, die Futterstellen zu befüllen, die sie aufgestellt hatte, und wollte Wildkameras aufhängen, um mit dieser Technik den Vierbeiner auch nachts suchen zu können. Da klingelt das Telefon. Ein junger Mann meldet sich. „Wir haben den Hund gefunden, der auf dem Plakat ist“, sagt er. Ziebell erfragt in dem nur 30 Sekunden langen Gespräch, wo der Hund ist, und schon rast sie los.

Tränen schießen ihr in die Augen

Die zwei Kilometer kurze Strecke in ihrem Auto zum Apfelweg zurückzulegen, kommt ihr vor wie eine Ewigkeit. Dort angekommen, erspäht sie einen Mann mit Handy am Wegesrand. Sie steigt aus. Zehn Meter weiter steht ein anderer Mann mit einem Hund auf dem Arm. Ihr schießen die Tränen in die Augen, als sie ihr „Mäuschen“ ruft, der Hund mit dem Schwanz wedelt und ihr entgegenkommt. Lilli schleckt ihr die Hand. „Ich glaube, ich habe mich in meinem Leben noch nie so gefreut!“

Ein unglaublich großes Geschenk

Melanie Ziebell fällt den beiden jungen Männern um den Hals, drückt sie ganz fest. Sie kann sich gar nicht richtig bei ihnen bedanken, findet keine Worte. „Die wissen – glaube ich – gar nicht, was sie mir damit geschenkt haben.“ Zu Hause stellt sie fest, dass Lilli zwar dünner und geschwächt ist, aber dass sie ihr Heim erkennt. Das Tier legt sich auf seinen Lieblingsteppich und schubbert sich das Fell.

Wo sie war, bleibt wohl Lillis Geheimnis

Die beiden Ruderer hatten Lilli beim Jogging an der Aller gefunden. Die Tierärztin ist sich aber sicher: Diese Hündin hat nicht 15 Tage lang draußen zugebracht, sonst wäre ihr Allgemeinzustand noch schlechter gewesen. „Wo sie gewesen ist, bleibt wohl Lillis Geheimnis. Ich möchte mich auch nicht an Spekulationen beteiligen. Wichtig ist nur, dass sie wieder da ist“, sagt ihr Frauchen.

Hündin hat kleines Trauma

Als die jungen Sportler das Tier fanden, saß es mitten auf dem Weg, hat sich gar nicht bewegt und keinen Laut von sich gegeben. Jetzt hat seine Besitzerin Lilli schon wieder ordentlich aufgepäppelt. „Sie hat schon einiges zugenommen. Aber ich habe festgestellt, dass sie ein kleines Trauma hat. Sie mag nur vor der Haustür spazieren gehen. Und wenn wir Auto fahren, um an einer anderen Stelle Gassi zu gehen, dann sträubt sie sich und will das Auto gar nicht verlassen“, erzählt Melanie Ziebell. Eines ist sicher: Lillis Frauchen wird ihr Bestes geben, um ihrem Liebling ein schönes Fest zu bereiten. Ihr eigenes Fest ist ja schon gerettet – alleine durch Lillis Heimkehr.

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