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Celle Stadt 190 Erzieher demonstrieren in Celler Altstadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 190 Erzieher demonstrieren in Celler Altstadt
18:48 18.05.2015
Mit selbst gestalteten Transparenten demonstrierten gestern Mitarbeiter aus insgesamt 30 Einrichtungen in Stadt und Landkreis Celle. "Aufwerten jetzt", fordert die Gewerkschaft Verdi.    Quelle: Benjamin Westhoff
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"Wir sind Tränentrockner, Streitschlichter, Wegweiser, Spielpartner, Lebensveränderer, Lösungsfinder und noch mehr", steht auf einem Plakat geschrieben. "Wir sind mehr wert", heißt es auf einem anderen. In die Anwesenheitsliste von Verdi haben sich gestern 186 Mitarbeiter aus den kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten eingetragen. Nach der Kundgebung am Großen Plan zogen sie durch die Celler Innenstadt zum Neuen Rathaus und forderten vor allem eine bessere Eingruppierung.

"Es waren mehr Leute, als wir gedacht haben", sagt Henning Tech von Verdi. Aus insgesamt 30 Kindertagesstätten waren die Erzieher nach Celle gekommen. Vor allem die hohe Beteiligung aus dem Landkreis sei beeindruckend, so Tech. Zum Beispiel beteiligten sich alle Berger Einrichtungen mit insgesamt 35 Mitarbeitern. Auch aus Lachendorf seien mehr als 30 Erzieher angereist, genauso wie aus Winsen, Wathlingen, Eldingen und Hohne.

Laut Celler Stadtverwaltung haben sich bisher am Ausstand sieben Kitas beteiligt. "Ab Donnerstag kommt wahrscheinlich noch Groß Hehlen hinzu", sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner. In der größten städtischen Kita in der Fuhsestraße haben gestern 13 von 27 Mitarbeitern gestreikt, außerdem seien zwei Mitarbeiter krank und zwei im Urlaub.

Am Mittwochmorgen werden auch einige Celler Erzieher zur landesweiten Demo nach Lüneburg fahren. Dort werden ungefähr 3500 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen erwartet. Auch in Celle gehen die Streikaktionen weiter, denn am Donnerstagmorgen werden Infostände für interessierte Bürger in der Innenstadt aufgebaut. Der Freitag wird zur Auswertung der Streikwochen genutzt. Liegt bis dahin kein Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbandes vor, müsse mit weiteren Streike gerechnet werden, so Tech.

Von Dagny Rößler