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Celle Stadt 200 Krippen aus aller Welt im Bomann-Museum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 200 Krippen aus aller Welt im Bomann-Museum
14:15 26.11.2010
Orientalische Landschaftskrippe. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
Celle Stadt

CELLE. Sie spiegeln in ihren vielgestaltigen Ausführungen aber nicht nur den kulturellen und sozialen Hintergrund der jeweiligen Länder wider, sondern bringen auch das ästhetische Empfinden der jeweiligen Bevölkerung zum Ausdruck und regen dazu an, Denken, Leben und Glauben anderer Kulturen kennenzulernen.

Ob Bauern im Erzgebirge, christianisierte Stämme des afrikanischen Buschlands oder Indios in den Anden: Sie alle stellen Jahr für Jahr im Dezember kleine Figuren auf: Maria und Josef und das immer wieder faszinierende Kind in der Krippe. Man findet sie überall auf der Welt, wie das Bomann-Museum in dieser Sonderausstellung zeigt: Sie sind schwarz und weiß, gelb und braun, und sie tragen Ponchos, Bergstiefel oder Lendenschurz. Die Heilige Familie wird buchstäblich vergegenwärtigt, nicht abstrakt, sondern mitten im Leben stehend, aus Oliven- oder Ebenholz geschnitzt, aus Lehm modelliert, aus Keramik oder Zinn gegossen und bemalt, aus Maisstroh oder Bananenblättern geflochten, aus Bambusabschnitten, aus Murano-Glas und sogar aus Heilpflanzen und vergoldeten Nudeln gefertigt, eingebettet in die Kulisse von Lehmhütten oder Berghöhlen.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Februar 2011 zu sehen. Sie ist geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Am 24., 26. und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen.

Von Rolf-Dieter Diehl