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Celle Stadt 200 Teilnehmer bei Fackelschwimmen in Celle erwartet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 200 Teilnehmer bei Fackelschwimmen in Celle erwartet
19:14 09.02.2015
Von Michael Ende
Ganz so idyllisch wird es hier am Samstag nicht zugehen:Abendstimmung an der Oberaller. Quelle: Joachim Falkenhagen
Celle Stadt

Bereits zum 47. Mal steht am Samstag in Celle Deutschlands ältestes Winter-Fackelschwimmen auf dem Programm. Das im Jahre 1966 ins Leben gerufene „Allerschwimmen“ war eine Idee der damaligen DLRG-Tauchergruppe und sollte ursprünglich als Konditionstraining und zur Erprobung der Ausrüstung dienen. Damals entschieden sich elf Mitglieder dazu, mit ihren Taucheranzügen in Altencelle in die drei bis vier Grad kalte Aller zu steigen und sich die zu dieser Zeit neun Stromkilometer bis in den Celler Hafen treiben zu lassen. Was in den ersten Jahren lediglich als interne Trainingseinheit gedacht war, wurde bald darauf durch die örtliche Feuerwehr und das britische Militär erweitert. Dann fragten auch Tauchsportvereine an, um bei dieser Aktion dabei sein zu können. Schließlich entstand das heute als Riesengaudi bekannte Allerschwimmen.

Lediglich zwei Mal musste das Schwimmen aufgrund widriger Umwelteinflüsse abgesagt werden. „Wenn Eisgang auf der Aller oder vereiste Wege die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer gefährden, muss man mal in den sauren Apfel beißen und eine solche Veranstaltung schweren Herzens absagen“, so DLRG-Pressesprecher Mathias Dannenberg.

Karl Ströher, Initiator und Mann der ersten Stunde, ist auch heute noch bei jedem Schwimmen dabei. „Zum ersten Mal aber muss er wegen eines Muskelfaserrisses in der Schulter auf das Mitschwimmen verzichten, wird das Feld aber vom Boot und Ufer aus begleiten“, so Dannenberg. Erwartet würden wieder an die 200 Teilnehmer, die die etwa sieben Stromkilometer von Altencelle bis hin zur Pfennigbrücke absolvieren und dabei von zahlreichen Zuschauern begleitet würden.

Das Allerschwimmen startet um 16.45 Uhr in Altencelle an der Allerbrücke. Von dort aus treiben die Teilnehmer bis zum Beginn der Dammaschwiesen, wo sie ein warmes Getränk und ihre Fackel gereicht bekommen. Die letzte Strecke wird dann in der Dämmerung durch ungezählte Fackeln erstrahlen. Die Teilnehmer erreichen gegen 18.15 Uhr ihr Ziel. Für Zuschauer stehen in der Nähe der Pfennigbrücke auch Verkaufsstände bereit. Hier werden Imbisse, Süßigkeiten und Getränke angeboten.