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Celle Stadt 345 Wohnungen im Kreis Celle neu gebaut
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 345 Wohnungen im Kreis Celle neu gebaut
17:58 03.07.2018
Von Simon Ziegler
Ein guter Plan fürs Haus ist immer auch ein guter Plan, um die Mieten in Schach zu halten. Denn gegen steigende Mieten hilft nur eins: mehr bauen, meinen Bau-Gewerkschaft und Bau-Branche. Quelle: William Diller
Celle Stadt

Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich die Baugewerkschaft IG BAU und die Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis Celle demnach im vergangenen Jahr 69,2 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Kreis Celle seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Niedersachsen betroffen ist“, sagt Eckhard Stoermer, Regionalleiter der IG BAU in Niedersachsen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition in Berlin eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Niedersachsen noch bundesweit aus“, so Stoermer.

Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Niedersachsen und auch die Kommunen auf, mehr in den Wohnungsbau zu investieren – vor allem in den bezahlbaren Wohnraum: „Gerade für den sozialen Wohnungsbau muss deutlich mehr getan werden. Ebenso für den Neubau von Wohnungen, bei denen sich die Menschen die Miete auch leisten können“, sagt Stoermer. In Kommunen wie Winsen entstehen zwar derzeit zahlreiche neue Wohnungen. Doch die Investoren sind meist daran interessiert, sie an zahlungskräftige Kunden zu veräußern.

Auch das Wohneigentum im Kreis Celle müsse endlich wieder effektiv gefördert werden, fordert die IG Bau. „Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen“, so das Bündnis Wohnen. Wohneigentum sei eine wichtige Altersvorsorge. „Die eigenen vier Wände sind da und haben Bestand – unabhängig davon, wie die Rentenhöhe im Alter schwankt. Sie bieten die Sicherheit eines dauerhaften ‚Daches über dem Kopf‘ – ohne Angst vor Mieterhöhungen oder vor einer Kündigung“, sagt Stoermer.

Im Kreis Celle sind die Immobilien- und Grundstückspreise zuletzt deutlich gestiegen. Das liegt vor allem an den niedrigen Zinsen und steigendem Druck durch Käufer aus Hannover. Bei Neubauten geht es im ländlich geprägten Landkreis häufig um Einfamilienhäuser und weniger um Wohnungen. Der Verkauf von Eigentumswohnungen macht im Landkreis nur zwölf Prozent aller Verträge auf dem Grundstücksmarkt aus.

Stark steigend sind vielerorts die Preise für Bauland. Laut dem aktuellen Grundstücksmarktbericht ist zum Beispiel in Wathlingen der Preis für ein unbebautes Grundstück von 101 Euro im Jahr 2016 auf aktuell 120 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser sind 2017 im Landkreis mittlere Kaufpreise von 156.000 bis 290.000 Euro und Wohnflächenpreise von 1148 bis 2205 Euro bezahlt worden. Für Reihenhäuser und Doppelhaushälften mussten Käufer vergangenes Jahr im mittleren Segment 85.000 bis 151.000 Euro auf den Tisch liegen.

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