Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt 7800 Regalmeter Steuerakten bewegt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 7800 Regalmeter Steuerakten bewegt
17:46 16.11.2010
Von Oliver Gatz
Freut sich über neue Büros: Barbara Sumpf, Chefin des Celler Finanzamtes, vor dem Gebäude im Behördenzentrum Im Werder. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Hell, freundlich und zweckmäßig eingerichtet ist das neue Büro von Barbara Sumpf. Die Chefin des Celler Finanzamts ist mit ihrem Arbeitsplatz im neuen Gebäude des Behördenzentrums Im Werder zufrieden. „Mein früheres Büro war im Stil der 70er Jahre eingerichtet“, erzählt die 51-Jährige. Das jetzige moderne Mobiliar gefalle ihr besser.

Vom 25. bis 29. Oktober wurden neben Tischen und Stühlen auch 7800 Regalmeter Akten in rund 30000 Kartons vom alten Standort des Celler Finanzamtes an der Sägemühlenstraße in das neue U-förmige Gebäude gebracht. Der Umzug, den ein Unternehmen aus Hannover organisierte, kostete rund 90000 Euro.

Nicht alles lief problemlos über die Bühne. Bei der Umrüstung der Telefonanlage habe es Schwierigkeiten gegeben, räumt Sumpf ein. Dies führte dazu, dass Sachbearbeiter nicht erreichbar waren. „Es gab Reibungsverluste, die nicht ganz zu vermeiden waren“, sagt die Behördenleiterin. Außerdem fehlte bei der Bandansage der zentralen Rufnummer ein Hinweis auf den Umzug.

Steuerakten enthalten sensible Daten. Der Datenschutz sei beim Umzug gewährleistet gewesen, betont Sumpf. „Die Akten waren nie ohne Aufsicht.“ Die Umzugskartons seien von Finanzamtsbediensteten ein- und auch wieder ausgepackt worden. Versiegelt seien die Kisten allerdings nichts gewesen.

Um dem Datenschutz Rechnung zu tragen, ist der Zugang von der Schalterhalle zum Bereich der Verwaltung mit einem Sicherheitssystem ausgestattet. Nur wer über einen elektronischen Schlüssel mit Chip verfügt, kann diesen Bereich betreten. „Die Laufkundschaft soll aus dem verwaltungstechnischen Bereich herausgehalten werden“, erläutert Sumpf. Das habe aber nichts mit erhöhter Sicherheit zu tun.

Die rund 230 Mitarbeiter der Behörde sind nun gemeinsam auf vier Ebenen untergebracht. Ein Verbindungsgang führt zum Trakt der Betriebsprüfung, die dort seit 2004 angesiedelt ist. „Der Vorteil ist, dass nun alle Kollegen unter einem Dach sind und vergleichbare Räume haben“, sagt Sumpf. Jetzt bestehe die Möglichkeit, innerhalb des Hauses von einer Abteilung zur anderen zu gelangen.

Das neue Gebäude verfügt über 159 Büros und Akten-Räume. Die alten Schreibtische sind größtenteils mit umgezogen. Neu in den Einzel- und Doppelbüros sind die exakt auf die Räume zugeschnittenen Regale.

Wegen der offiziellen Feier zur Übergabe des neuen Gebäudes bleibt das Finanzamt am kommenden Montag, 22. November, für den Publikumsverkehr geschlossen. Ab Dienstag, 16. November, ist die Behörde wieder von 8 Uhr an für die Bürger erreichbar.