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Celle Stadt 8500 nehmen an Wochen gegen Rechts teil
Celle Aus der Stadt Celle Stadt 8500 nehmen an Wochen gegen Rechts teil
19:44 09.11.2018
Von Andreas Babel
Die Ausstellung "Oh, eine Dummel" sahen in der Stadtbibliothek Celle mehr als 6000 Menschen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Das hat viele erreicht: 8500 Menschen haben an den „Aktionswochen gegen Rechtsextremismus“ in Celle teilgenommen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit den allesamt erfolgreichen Aktionen, die vom 22. Oktober bis 3. November an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet stattfanden.

Alleine die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ in der Stadtbibliothek Celle haben in dieser Zeit knapp 6000 Menschen gesehen. Die Ausstellung wurde von 38 Schulklassen beziehungsweise Jugendgruppen besucht. Das waren in etwa 750 Schüler aller Schulformen, die auch das Angebot des Fachdiensts Jugendarbeit der Stadt Celle genutzt haben und im Rahmen des „PräGeRex“-Projekts vertiefende Informationen vor Ort erhalten haben.

Während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Celle haben noch einmal rund 5270 Besucher die Ausstellung gesehen. Außerdem haben die zahlreichen Veranstaltungen, die durch viele engagierte Akteure in ganz Celle organisiert worden sind, noch einmal knapp 2500 Menschen erreicht. „Dieses herausragende Engagement der vielen Beteiligten machen die Aktionswochen gegen Rechtsextremismus 2018 zu den bisher erfolgreichsten“, sagte CD-Kasernen-Geschäftsführer Kai Thomsen für das Projektteam.

Gefördert wurde das Projekt auch 2018 durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Die Akteure der Aktionswochen haben ihre Veranstaltungen weitestgehend kostenfrei für die Besucher gestaltet. Viele Musiker haben bei den unterschiedlichsten Konzerten und Partys auf Gagen verzichtet und ein Zeichen für mehr Vielfalt gesetzt.

Unter dem Motto „Gegen Pöbeln und Hetzen Zeichen setzen!“ fand am Donnerstag, 25. Oktober, ein Gottesdienst in der Celler Stadtkirche von Jugendlichen für Jugendliche statt. Dieser war zahlenmäßig die erfolgreichste Veranstaltung der Aktionswochen und erreichte fast 1000 Schüler.

Aber auch für Kinder im Grundschulalter gab es während der Wochen zwei Veranstaltungen zum Thema. Die Vorlesung des Kinder-Uni-Spezials für Schulklassen befasste sich mit der Frage: „Wer hat Angst … vor wem und warum? Begegnung mit fremden Menschen“. Der interkulturelle Pädagoge Blaise Pokos kam mit insgesamt 270 Grundschulkindern ins Gespräch. Das Schlosstheater Celle beteiligte sich an den Aktionswochen gleich mit drei gut besuchten Veranstaltungen.

Kai Thomsen überlegt, die nächsten Aktionswochen in zwei Jahren unter ein größeres Demokratie-Motto zu stellen: „Ich habe das Gefühl, dass das Thema sehr relevant geworden ist. Wir müssen zeigen, dass wir unser Land, unsere Heimat lieben und dass wir weiterhin in einem demokratischen Staat leben möchten. Wir dürfen nicht die schweigende Mehrheit sein, sondern müssen das artikulieren.“

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