Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt A cappella in Celles Stadtkirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt A cappella in Celles Stadtkirche
16:51 15.11.2018
Beim Weihnachtsoratorium in der Celler Stadtkirche sang die Stadtkantorei mit instrumentaler Begleitung. Am Sonntag, 18. November, wagt Kantoreichef Stephan Doormann dieses Mal das Abenteuer a cappella. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Ein neuer Abschnitt in der traditionsreichen Geschichte der Celler Stadtkantorei beginnt: Am Sonntag, 18. November, um 17 Uhr gibt die Stadtkantorei zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder ein Konzert a cappella, das heißt also ohne Orchester- oder zumindest Ensemblebegleitung.

Ohne Begleitung zu singen, zeugt von Mut

Für einen Chor, der sich über viele Jahre als reiner Oratorienchor verstanden hat, ist ein Konzert dieser Art eine besonders fordernde Sache, denn ohne begleitende Instrumente zu singen, das bedeutet zunächst einmal, dass man ohne Hilfe die richtige Tonhöhe der musikalischen Einsätze finden muss. Wer jemals aus dem Stand eine bestimmte Tonhöhe einfach aus dem Zusammenhang des gemeinsamen Singens finden musste, der weiß, welch Herausforderung das sein kann. Darum ist es immer etwas, was über das Gewöhnliche hinausgeht, wenn sich Laienchöre dem A-Cappella-Singen auf einem höheren Niveau widmen. Wenn man so anspruchsvolle Werke aufführen will wie diejenigen, die Stephan Doormann für dieses Konzert ausgesucht hat, dann spricht das für Mut und Selbstvertrauen von Chor und Chorleiter.

Sehr persönliches Erlebnis wird versprochen

Kantoreichef Doormann sieht aber noch etwas anderes als besonders bemerkenswert für seinen Chor an: „Das wichtigste ist, dass es in der A-cappella-Literatur ein Repertoire gibt, das in kleinen Formen sehr viel Persönliches ausdrückt. Teil davon zu sein und die Möglichkeit zu haben, dieses Ausdrücken selbst sängerisch zu erleben, ist für die Choristen eine sehr wertvolle Erfahrung. Durch das rein sängerische, nicht vom Orchester gestützte Musizieren entsteht ein noch menschlicheres, sehr persönliches Erlebnis sowohl für die Chorsänger als auch für die Zuhörer. Darum setze ich mir zum Ziel, mit der Kantorei immer mal wieder ein A-cappella-Konzert zu realisieren.“

Wichtige Fragen des Lebens thematisiert

Doormann hat das Konzert ausgerichtet an der Frage, was dem Menschen Halt gibt und wonach der Mensch sein Leben ausrichtet. Mit diesem Konzert beleuchtet die Celler Stadtkantorei die ganz unterschiedlichen Aspekte, die diese Fragen tangieren: „Heinrich Schützens Motette „Herr, auf dich traue ich“ strahlt Zuversicht und Stärke aus. Felix Mendelssohn hingegen thematisiert in seiner großen Motette „Richte mich Gott“ die Not, in der sich Menschen immer wieder befinden, vertont dann aber den Hilferuf „Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten“ geradezu strahlend und zuversichtlich. Anders ergeht es da einem bei Johannes Brahms, der in seiner Motette „Warum“ höchst eindringlich den Sinn des menschlichen Daseins hinterfragt. Diese drei Stücke geben unterschiedliche Antworten der Menschen auf die Fragen nach dem Zentrum des Lebens und nach dem, was uns Halt gibt.“ Ergänzt wird das Programm noch von weiteren Chorwerken der Romantik. Celles Kirchenmusikdirektor Michael Voigt wird als Organist bei diesem Konzert beteiligt sein. Karten gibt es für 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) an der Abendkasse.

Von Reinald Hanke

350 angehende Unteroffiziere "made in Celle" haben jetzt ihren Fahneneid geleistet.

Michael Ende 15.11.2018

Christian Wichmann führte die Studenten der Celler Kinderuni durch verschiedene Gewächshäuser und zeigte ihnen, wie empfindlich Orchideen sind.

15.11.2018

Der Jugendhilfeausschuss ist tot, es lebe der Familienausschuss. Die Celler Rats-SPD möchte ein neues Gremium schaffen.

Michael Ende 15.11.2018