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Celle Stadt A39-Pläne für den Celler Ostkreis kommen voran
Celle Aus der Stadt Celle Stadt A39-Pläne für den Celler Ostkreis kommen voran
20:42 27.04.2016
Celle Stadt

Der Bund segnet damit die Feinplanung des Landes ab. „Es ist im Prinzip die Freigabe der Planung, denn jetzt bekommt das Land die Kosten vom Bund erstattet“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann. Den Vermerk hat der Bund für den rund 20 Kilometer langen Abschnitt zwischen der B 244 bei Wittingen und der L 289 bei Ehra gegeben. Mit dem genehmigten Entwurf gibt es nun die verbindliche Grundlage, um die Planfeststellungsunterlagen zu erstellen. Vorgesehen ist laut dem Ministerium nach jetzigem Stand, bis Mitte 2017 den Antrag auf Einleitung des Verfahrens zu stellen.

„Der ‚Gesehen-Vermerk‘ beweist, dass das Land die Realisierung wichtiger Verkehrsprojekte entschlossen vorantreibt. Wir arbeiten daran, dass an diesem Abschnitt der Baubeginn im Jahr 2019 erfolgen kann. Ich freue mich schon jetzt auf den ersten Spatenstich“, sagt Minister Olaf Lies (SPD). Der erste Abschnitt der A 39 im Lüneburger Bereich und der siebte Abschnitt bei Wolfsburg sollen im Jahr 2018 angegangen werden.

Sowohl Lühmann als auch ihr CDU-Kollege Henning Otte begrüßen den Schritt nach vorne. Forderung wie vom Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen (LBU) nach einer Überarbeitung des „stümperhaften und autobahn-lobbyistischen Dobrindt-Entwurfs“ weisen beide zurück. „Der Plan ist ausgewogen und in keiner Weise auf eine Autobahnlobby zugeschnitten“, sagt Lühmann. Otte attestierte dem LBU, er sei „nicht gut informiert".

Noch ein wenig gedulden müssen werden sich die Escheder in Bezug auf ihre Ortsumgehung. Beide Bundestagsabgeordnete erwarten einen Beginn der Planungen erst in Richtung 2030. „Das ist aber auch ok, weil zunächst A39 und die Ostumgehung Celle fertig werden müssen. Dann erst kommen die Verkehre, die eine Umfahrung bei Eschede nötig machen“, sagt Lühmann. Otte sprach sich dafür aus, dass die Umfahrung spätestens zusammen mit der B190n realisiert werden muss.

Im Verkehrswegeplan gibt es einen ersten groben Verlauf der Eschede-Trasse. Sie würde wohl etwas vor der Abfahrt Richtung Habighorst ansetzen, dann zweimal die Bahnstrecke schneiden, um dann hinter dem Ort an dem Knick an der engen Kurve kurz hinter dem Ortsausgang von Eschede wieder auf die jetzige B191 einzufädeln.

Von Tore Harmening