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Celle Stadt AKH-Diskussion: Unabhängige sprechen von "fulminantem Erfolg"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt AKH-Diskussion: Unabhängige sprechen von "fulminantem Erfolg"
16:46 17.02.2012
Von Gunther Meinrenken
Talkrunde Das AKH als Zentrum des Gesundheitsstandorts Celle. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Arbeitsgruppe „Denkwerkstatt AKH“, die Hendrikx leitet, habe sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Celler Krankenhaus auseinandergesetzt. „Der Ausbau und Umbau des AKH findet hinter verschlossenen Türen des Aufsichtsrates statt. Wir sind hier, um das Thema öffentlich zu diskutieren“, befand Hendrikx.

„Das AKH als Zentrum des Gesundheitsstandorts Celle", lautete die Überschrift der Veranstaltung, bei der der Vorsitzende der Unabhängigen, Urs Müller, zusammen mit dem Vorsitzenden des Celler Ärztevereins, Dr. Uwe de Groot, und dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Celle, Dr. Ralf Aring, die Zukunftsperspektiven des AKH ausloten wollten. Dabei, so Müller, wolle man die Klinik „positiv und konstruktiv“ begleiten.

Zumindest bei der Podiumsdiskussion fand dies erst einmal ohne Beteiligung des AKH selbst statt. Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Wiswe (CDU) hatte seine zuerst gegebene Zusage wieder zurückgezogen. „Ihr zahlreiches Kommen zeigt, dass das Thema wichtig ist und bewegt werden muss. Ich freue mich darauf, was wir zusammen erarbeiten werden und was Herr Wiswe dazu sagen wird“, meinte Müller selbstbewusst zu den etwa 100 Besuchern der Veranstaltung.

Für den Vorsitzenden der Unabhängigen selbst sind die Probleme des AKH in erster Linie darauf zurück zu führen, dass der Aufsichtsrat falsch besetzt sei und hinter verschlossenen Türen agiere. Aus dem Publikum gab es weitere kritische Punkte zu hören: Neubau, fehlender Bebauungsplan, Honorarärzte waren da nur einige Themen, die angesprochen wurden.

Bei der folgenden Zukunftsdiskussion ließ sich die Vergangenheit des AKH allerdings oft nicht ausblenden. So sprach de Groot von dem großen Vertrauensverlust, den es unter den niedergelassenen Ärzten gegeben habe und Aring meinte, dass es Abteilungen gebe, die unter Akzeptanzproblemen bei den Niedergelassenen leiden würden. Beide betonten jedoch ausdrücklich, dass ihnen an einem funktionierenden Krankenhaus vor Ort gelegen sei. Gesprächen mit dem AKH stehe man offen gegenüber. Moderator Hendrikx stürzte sich sogleich auf diese Aussage. Das sei schon jetzt ein „fulminanter Erfolg“ der Veranstaltung, „die Ärzte wollen mit dem AKH reden“. Auf diese Idee ist man allerdings im Vorstand der Klinik auch schon vor Monaten gekommen.