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Celle Stadt Ab sofort Schippe bei Fuß in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ab sofort Schippe bei Fuß in Celle
18:24 06.12.2013
Von Michael Ende
Auch wenn der Schnee dieses Mal noch nicht liegen blieb - der Winter hat am Freitag in Celle wie hier in der Jägerstraße seine Visitenkarte abgegeben. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Das hätte schlimmer kommen können: Orkantief "Xaver" hatte zwar auch ein bisschen Schnee im Gepäck, aber die weiße Pracht war in Celle eher etwas zum Anschauen als zum Wegräumen. Im Celler Rathaus hat indes die Winter-Routine begonnen.

Der Personal- und Maschineneinsatz wird jährlich für die Zeit vom 1. November bis 31. März in einem Winterdienstplan geregelt. "Dieser Plan sieht unter anderem nach entsprechender Wetterlage werktags eine Rufbereitschaft von 4.30 Uhr bis 22 Uhr und sonn- und feiertags von 6 Uhr bis 22 Uhr für den maschinellen Einsatz vor", so der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer. Für den manuellen Einsatz gebe es werktags eine Rufbereitschaft von 4.30 Uhr bis 19 Uhr und sonn- und feiertags von 6 Uhr bis 19 Uhr. "Bei den Wettervorhersagen wird auf das Internettool von Wetter.com zurückgegriffen. Durch einen erweiterten Zugang können hier genauere Aussagen zur Wetterlage und einen möglichen Winterdiensteinsatz getroffen werden. Diese Entscheidung wird von den jeweiligen Einsatzleitern getroffen", erläutert Fischer.

Zum Streuen werde im maschinellen Einsatz auf Salz oder - abhängig von der Temperatur - auf ein Gemisch mit Magnesiumchlorid zurückgegriffen. "Die Mischung des Salzes mit Magnesiumchlorid bewirkt, dass es länger auf der Straße haftet und weniger Einsätze zu fahren sind. Darüber hinaus wird beim manuellen Einsatz auf Sand zurückgegriffen" so Fischer. Für den bevorstehenden Winter stünden derzeit ausreichende Salzvorräte zur Verfügung: "Insgesamt bietet die auf dem Betriebshof in der Neuenhäuser Straße befindliche Salzhalle Kapazitäten für 400 Tonnen Salz."

Nähere Informationen zum Winterdienst sind unter anderem der Internet-Homepage www.celle.de zu entnehmen. Hier sind insbesondere die Pflichten der Grundstückseigentümer beziehungsweise Anlieger erklärt. Wichtig sei, so Fischer: "Sie haben den Schnee auf das eigene Grundstück oder an den Rand der Gehwege und Fahrbahnen zu schieben und nicht auf die Straße, zum Nachbarn oder in den Rinnstein auf Abläufe sowie vor Ein- und Ausfahrten."

Sobald der erste Schnee auf den Straßen liegt, klingeln im Rathaus die Telefone Sturm, weil sich Bürger über nicht geräumte Straßen beschweren. "Grundsätzlich besteht innerhalb geschlossener Ortschaften für die vom Fahrverkehr benutzten Verkehrswege keine allgemeine Streupflicht. Eine solche gilt nur für verkehrswichtige und gefährliche Stellen, wobei beide Merkmale gleichzeitig gegeben sein müssen", sagt Fischer. Der städtische Räumdienst bemühe sich allerdings auch andere Strecken, die nicht in diese Kategorie gehörten, schnee- und eisfrei zu halten. Eines sei jedoch jetzt schon sicher: "Wir werden es wie in jedem Jahr nicht jedem Recht machen können - so sehr wir uns auch bemühen."

Eine Binsenweisheit, die regelmäßig vergessen wird, hat Fischer auch noch parat: "Alle Verkehrsteilnehmer sind dazu verpflichtet, sich den Witterungsverhältnissen anzupassen. Das heißt, dass sie bei jeder Wetterlage und unterschiedlichen Straßenverhältnissen ihre eigene Fürsorgepflicht haben und darauf achten müssen, dass sie ihre Geschwindigkeit beziehungsweise den Abstand zu voraus fahrenden Fahrzeugen so einhalten, dass sie zu jeder Zeit sicher zum Stehen kommen."