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Celle Stadt Abend der positiven Überraschungen mit Stefan Gwildis in der Celler Union
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Abend der positiven Überraschungen mit Stefan Gwildis in der Celler Union
11:17 23.04.2018
Stefan Gwildis gastierte am Sonntag in der Celler Congress Union. Quelle: Oliver Knoblich
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Die ersten Stücke bestätigten zwar die Skepsis gegenüber der Musik von Gwildis – und so ganz wurde diese Skepsis auch im Laufe des Abends nicht abgebaut – aber die Person Gwildis in ihrer Gesamtheit begann schon bald so zu faszinieren, dass man sich ihr kaum entziehen konnte. Wie es Gwildis schaffte, schon am Anfang des Programms das Publikum wie selbstverständlich zum Klatschen, Mitsingen oder kollektiven Sprechen zu bringen, das zeigte beeindruckende Entertainerqualitäten. Vor allem ist die Musik von Gwildis zwischen Popballade und Jazz-Song, zwischen zeitgemäßer norddeutscher Heimatmusik, Scat-Gesang und vokalem Beatboxen getragen von Texten, die es meist in sich haben. Und manchmal sind es die Moderationen, die der Musik eine tiefere Ebene geben, als man im ersten Moment in ihr zu erkennen glaubt.

Gwildis „Nö“ ist eben nicht nur ein Song über ein Wort der Ablehnung, sondern über Standhaftigkeit auf einer Insel, die sich zunehmend dem Ausverkauf ihrer Identität verschrieben hat, nämlich Sylt, wo kaum mehr Einheimische leben können, weil sie sich das Leben dort gar nicht leisten können. Und dann sagt da einer auf die Frage, ob er seine Wiese verkauft, weil eine Reiche vom Festland diese gerne noch für sich hätte, einfach „nö“. In diesem Song über zwei Buchstaben ist mehr Gesellschaftskritik drin als in manch Buch. Dass Gwildis Musik manchmal ins Banale abgleitet, das vergisst man gerne, da es eben auch ausgesprochen starke Stücke gibt wie „Pollerhocken“, „Wunderschönes Grau“ und eine bemerkenswert gelungene Vertonung von Heinz Erhardts Gedicht „Der Einsame“, in dem dieser von einem gescheiterten Selbstmord erzählt. Dieses endet mit „Und da sprang er in den Bach, doch der war zu flach“. Mit seismografischer Genauigkeit übersetzte Gwildis diesen Text in Musik: eine ganz starke Nummer. Ähnlich gelungen waren aber auch seine zwischen Scheinernst und Ironie pendelnden Ausführungen zu einem Konzert in der „Sansibar“ auf Sylt und die immer wieder praktizierte Predigerattitüde. Da glaubte man öfter, einem amerikanischen Sektenprediger zuzuhören, aber Gwildis brach diesen Eindruck immer wieder durch dezente Ironie. Im Musikalischen bleiben diejenigen Nummern am meisten haften, in denen er ganz seiner souligen Stimme vertraut. Und das waren viele. Ein Abend, der sich trotz besten Wetters gelohnt hat. Dem stürmischen Applaus nach für alle.

Von Reinald Hanke

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