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Celle Stadt Abschlussveranstaltung „Aktiv im Alter“ im Mehrgenerationenhaus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Abschlussveranstaltung „Aktiv im Alter“ im Mehrgenerationenhaus
19:24 17.11.2010
m Mehrgenerationenhaus Fritzewiese 46 fand am Mittwoch die Abschlussveranstaltung \\"Aktiv im Alter\\" statt. Von links: Koordinatorin Doris Tjaden-Jöhren, Erich Dehning (Seniorenbeirat).Ingrid Fuchs (Arbeitersamariterbund) und Stadtrat Stephan Kassel. Quelle: Gert Neumann
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Nach dem Programmstart im September 2009 war durch Befragungen und Bürgerforen ausgelotet worden, wo den Senioren besonders der Schuh drückt. Daraus entstanden die Arbeitskreise, die sich vorrangig mit den Themen „Stadtentwicklung, „Wohnbedarf und Wohnangebote für Senioren im der Residenzstadt“ beschäftigten. Es ergaben sich aber auch Vorschläge zur besucherfreundlichen Ausstattung der Altstadt und Visionen für zukunftsorientierte Wohnmodelle.

Ganz deutlich wurde: Bürger wollen Mitsprache. Sie wollen nicht nur verwaltet werden. Sie bringen sich ein – in Celle mehr als anderswo. Stadtrat Stephan Kassel verwies auf eine Statistik. „41 Prozent aller Niedersachsen sind in irgendeiner Weise ehrenamtlich tätig. Das allein ist ein bundesweiter Spitzenwert. Und mit 51 Prozent ist Celle ganz vorne“, so Kassel.

Überhaupt ist Celle anders. „Wir sind mit anderen zumeist kleinen Kommunen gar nicht vergleichbar“, so Tjaden-Jöhren. Die suchen nach Dingen, die hier schon gang und gebe sind. Gleichwohl gibt es noch eine Fülle von Begehrlichkeiten der älteren Einwohner. Denn das Bewusstsein der Rentner und Pensionäre ist enorm gewachsen. „Es gibt Vorschläge, da ist man erstaunt“, so die Moderatorin. „Allein, vieles scheitert an der Bezahlbarkeit“.

Sicher ist: der Trend geht weg von Heimunterbringung. Der Wunsch, in den eigenen vier Wänden alt zu werden, ist ungebrochen, wenngleich 90 Prozent aller Deutschen Wohnungen nicht altersgerecht sind. Alten-, Pflegeheime, Residenzen und betreutes Wohnen ist die unbeliebteste Wohnform im Alter, wenngleich oft die letzte Möglichkeit bei fehlender Vorsorge. Allerdings: Wenngleich sehr teuer, so gibt es garantierte Hilfe und Pflege. Gemeinschaftliche Wohnprojekte, die selbstbestimmtes und organisiertes Wohnen ermöglichen, sind insbesondere bei Menschen der Altersgruppe 50plus im Aufwind. Die „Celler Woge“ in der Hattendorfstraße gilt als leuchtendes Vorbild.

Die Verkehrssicherheit in den Stadtteilen Blumlage, Heese und Innenstadt lag dem Ausschuss „Stadtentwicklung“ besonders am Herzen. Erfreulich: Celle könnte in Sachen „Nette Toilette“ vorankommen, heißt, Geschäfte öffnen ihre Toiletten auch fürs allgemeine Publikum.

Von Gert Neumann