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Celle Stadt Abstimmen für Celler Brandbekämpfer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Abstimmen für Celler Brandbekämpfer
19:51 27.10.2015
Die Feuerwehr Celle hat im Mai den Großbrand im Logistikzentrum des AKH gelöscht. Aufgrund dieses fast zwölfstündigen Einsatzes, bei dem auch Einsatzfahrzeuge beschädigt und Helfer verletzt worden sind, ist die Feuerwehr nun für einen Preis nominiert. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

An einem späten Samstagabend Mitte Mai geht bei der Freiwilligen Feuerwehr Celle ein Alarm ein. Binnen sechs Minuten treffen die ersten Einsatzfahrzeuge ein. Sie finden einen Großbrand im Logistikzentrum des Allgemeinen Krankenhauses vor. „Die Flammen schossen meterhoch aus den zersprungenen Fenstern heraus. Die Intensität des Brandes war enorm. So etwas hatten wir noch nie erlebt“, sagt der damalige Einsatzleiter und stellvertretende Ortsbrandmeister Jan Höner zu Guntenhausen.

Insgesamt rückten vier Ortsfeuerwehren mit 170 Einsatzkräften und 40 Fahrzeugen aus. Unter Einsatz ihres Lebens haben die Freiwilligen fast zwölf Stunden hart gearbeitet, um den Brand zu löschen. Dieser Großeinsatz hat der Freiwilligen Feuerwehr Celle nun eine Nominierung für den Titel „Bestes Feuerwehrteam 2015“ eingebracht. Eine Fachjury der Magirus GmbH, die Brandschutz- und Katastrophenschutztechnik herstellt, hat die Celler Feuerwehr unter die besten zehn Feuerwehren Deutschlands ins Finale gewählt. Seit Montag kann die Öffentlichkeit nun online unter www.feuerwehrwelt.de darüber abstimmen, wer gewinnen und den seit 2012 jährlich verliehenen Conrad-Dietrich-Magirus Preis für herausragende Leistungen bekommen soll.

„Wir hoffen auf die Unterstützung der Celler bei der Online-Abstimmung. Unsere Feuerwehrleute haben ehrenamtlich ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um den Brand zu löschen. Sie haben tolle Arbeit geleistet und den Sieg verdient“, so Höner zu Guntenhausen.

Der Großbrand war nicht nur deshalb so gefährlich, weil der Brand sich rasant entwickelte und in kurzer Zeit das gesamte, dreigeschossige Gebäude umfasste, sondern weil es zudem auch noch eine Explosion gegeben hat und die Wasserversorgung zwischenzeitlich zusammenbrach. Die Einsatzkräfte mussten mehrfach den Rückzug antreten und schnell auf die neue Situation reagieren, erzählt der damalige Einsatzleiter: „Über eine Drehleiter begannen sie, das Feuer von außen zu löschen. Die Rauchentwicklung war enorm. Dann brach plötzlich auch noch die Wasserversorgung zusammen und wir mussten über Pumpen Wasser aus der Fuhse abzweigen.“

Gegen 2.30 Uhr in der Nacht hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle und gegen 11.30 Uhr dann endgültig gelöscht. Einige Helfer trugen leichte Verbrennungen im Gesicht und extreme Brandblasen trotz der Schutzkleidung davon. Außerdem sind Einsatzfahrzeuge durch die starke Hitze beschädigt worden. „Ich hatte zwischenzeitlich echt Sorge, ob wir unsere Kräfte wieder heile da rausbekommen. Die Helfer sind aber nicht in Panik verfallen, sondern haben schnell und überlegt reagiert. Dieser Brand ist durch die schnelle und massive Ausbreitung und Intensität mit keinem anderen Brand in meiner Feuerwehrkarriere zu vergleichen“, sagt Höner zu Guntenhausen.

Nun liegt es in der Hand der Öffentlichkeit, den Sieger für das „Beste Feuerwehrteam des Jahres“ zu bestimmen.

Von Jessica Poszwa