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Celle Stadt Ärger um gesprayte Parolen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ärger um gesprayte Parolen
20:23 04.11.2018
Von Michael Ende
Im Auftrag der Stadt wurden die verbotenen Embleme beseitigt. Quelle: Sabine Krauz
Celle

„Am Morgen des 30. Oktober ließ die Stadt Celle auf der künstlerischen Freifläche auf dem Hof der CD-Kaserne ein Graffiti überstreichen. Dies sehen wir als einen Schritt der Zensur von Seiten der Stadt Celle, mit der politischer Ausdruck in Kunst mundtot gemacht werden soll“, heißt es in einer nicht namentlich unterzeichneten Mitteilung des Komitees, das die Spray-Aktion gegen das „faschistische Regime in der Türkei“ in einen Zusammenhang mit der Celler „Woche gegen Rechts“ stellt.

Die Stadt hält dagegen. „Unser Justiziariat wurde seitens der Polizei darüber informiert, dass sich beim Graffiti am Gebäude auf dem Gelände der CD-Kaserne drei Symbole der verbotenen Arbeiterpartei PKK befinden“, so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner. Da die Stadt Eigentümerin sei, seien die Mitarbeiter des Fachdienstes Hochbau und Gebäudewirtschaft tätig geworden und hätten eine Firma mit der Beseitigung der verbotenen Embleme beauftragt. Meißner: „Somit handelt es sich auch nicht, wie vom Solidaritätskomitee für Afrin zitiert, um eine Form des politischen Ausdrucks in Kunst.“

Illegale Solidaritätsbekundungen an Häuserwänden für die umkämpfte Stadt hat es in Celle schon öfter gegeben. So wurden zum Beispiel im März die Karriereberatungsstelle der Bundeswehr sowie die Kreiszentrale der CDU Ziel von Anschlägen, bei denen die Unbekannten Täter Afrin-Parolen sprühten und mit Steinen Scheiben einwarfen.