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Celle Stadt Circus Belly feiert Robby-Party
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Circus Belly feiert Robby-Party
15:16 13.01.2019
Als Bild auf der Leinwand war Robby mit dabei: Der Verbleib des Schimpansen im Circus Belly wurde mit einer Sondervorführung gefeiert. Zum Einstand gab es ein gemeinsames "Ständchen" mit den Gästen.
Celle

Erst im Foto, dann per Videofilm und zum Schluss live – in dieser Reihenfolge war der mittlerweile deutschlandweit bekannte Menschenaffe Robby der Zirkusfamilie Köhler am Samstag zu erleben. Und bei jeder Form der Wahrnehmung vermittelt sich die gleiche Innigkeit zwischen Tier und Mensch.

Happy End im Streit mit Tierschützern

Schwer nachzuvollziehen, dass auf Betreiben einer Organisation, die vorgibt, sich für den Schutz von Tieren einzusetzen, dieses Band zwischen Direktor Klaus Köhler und Robby durchtrennt werden sollte, damit das 48 Jahre alte Tier fortan unter Artgenossen leben könne. Die Gerichte entschieden anders, Robby darf bleiben und dieses Happy End für alle Beteiligten wurde am Wochenende mit einem Fest für rund 70 geladene Gäste im Circus Belly gefeiert.

Dank an Unterstützer

Tierärztin und Moderatorin des Abends Alexandra Dörnath ließ das sieben Jahre lange Ringen um den Verbleib des Menschenaffen in seiner vertrauten Umgebung mittels Bildern, Filmen Zeitungsartikeln diverser Medien Revue passieren, bevor die Gäste eine Sondervorstellung der Clowns, Artisten und Dompteure sowie ein tolles Buffet genießen durften. „Die Hilfe, die wir erhalten haben, war vielfältig: juristisch, finanziell, wissenschaftlich, journalistisch und auch künstlerisch“, erläuterte Dörnath unterm Zirkuszelt. Um allen Unterstützern Dank zu sagen, initiierte sie gemeinsam mit Direktor Köhler die Party.

Tier trinkt Doppelherz und Cola

Die Veterinärin bezeichnet das Tier als „Ausnahmeaffen“. Robby lässt sich den Blutdruck messen, trinkt „Doppelherz“, nachdem er andere stabilisierende Substanzen in Reinform auf den Boden warf, unter Stroh vergrub und drauftrat. Aber „Doppelherz“ schmeckt ihm, der Hersteller schickt es ihm zu. Auch Cola gemischt mit Mineralwasser sowie Nektarinen haben es ihm angetan. Zu Weihnachten hat er ein Geschenkpaket bekommen, ein kleiner Film in der Manege demonstriert, wie er die einzelnen Teile sorgfältig, konzentriert und vorfreudig auswickelt. Lachfalten formieren sich, er strahlt übers ganze Gesicht, so sehr freut er sich, als die Köstlichkeiten zum Vorschein kommen. „Er empfindet sich als Mensch“, sagt Dörnath, die der Familie 2017 ihre Hilfe anbot, in ihrem Vortrag, die Bilder veranschaulichen es. Er sei derzeit der "menschlichste Schimpanse weltweit".

Robby spielt nicht mit

Der Star des Abends blieb indes, wie seit vier Jahren üblich, der Manege fern. „Er fuhr Roller, warf den Kindern Bälle zu“, berichten Marianne und Kurt Denecke, die die Köhlers seit 60 Jahren kennen. Seinen schwarz-weißen Anzug zieht er sich noch an, Köhler hat ihn parat, reicht ihn ihm in seinen Zirkuswagen, wo er seine Gäste empfängt, aber auftreten möchte er nicht mehr. „Heute ist er nicht zufrieden mit uns“, umschreibt Köhler elegant, dass Robby der Trubel des Abends nicht so gut gefällt. „Ach, Junge, nun komm doch da mal runter und zeig dich“, lautet die Reaktion, als sein Schützling die Gitterstäbe hinaufklettert. „Das heißt, er will nicht ins Freigehege“, erläutert der Direktor.

Auch Bananen locken Robby nicht hinaus

Dieser weiß anscheinend, dass er seine Früchte auch ohne jede Gegenleistung bekommt. Und so setzt sich Klaus Köhler neben ihn in den Zirkuswagen, reicht ihm eine Banane, und es formiert sich live wiederum ein Bild, das das Verhältnis der beiden symbolisiert – absolute Vertrautheit und Innigkeit. Der Direktor hätte den Ausnahmeaffen gerne im Freigehege gesehen, aber „Ich zwinge ihn zu nichts. Er ist jetzt so alt geworden, er soll sein Leben leben, wie er will“, sagt er abschließend.

Von Anke Schlicht

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