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Celle Stadt Agrarschrott im Celler Land
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Agrarschrott im Celler Land
20:57 27.03.2015
Agrarschrott in der Landschaft Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

„Der Landkreis und die Bürger und generell auch die Landwirtschaft sind doch bemüht, unsere schöne Landschaft zu erhalten oder zu verschönern und für Gäste noch attraktiver zu machen”, schreibt der Fotograf aus dem Nordkreis. Er möchte seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, denn er und seine Frau „wohnen sehr gerne auf dem Dorf und die Kritik an der Landwirtschaft würde sicher zu Irritationen führen”.

Fast überall in den Außenbezirken der Dörfer sehe man an den Waldrändern oder in Gehölzgruppen nicht mehr benötigte, schrottreife große und kleine Ackergeräte. Manchmal seien es ganze „Friedhöfe” – so wie an den Örtzewiesen, unmittelbar neben dem Heidegebiet in Misselhorn oder auch in Feuerschützenbostel.

Der Kreislandwirt Jürgen Mente ist keineswegs verärgert über die Aussagen, sondern denkt, dass „es vielleicht mal eines Anstoßes bedarf, damit jeder Landwirt darüber nachdenkt, ob er bestimmte Geräte nicht vom Acker auf den Schrottplatz bringt.”

Er sieht in dem Abstellen von altem Gerät nicht nur in den Wiesen, sondern auch auf den Höfen keinen bösen Willen, sondern zunächst eher langfristiges Denken der Bauern. „Man denkt am Anfang, dass man vielleicht nochmal was abschrauben kann, wenn man ein Ersatzteil braucht. Irgendwann ist es dann aber vergessen”, so Mente.

Er ruft die Landwirte auf, diesen Appell zu beherzigen, aber durchaus auch Bürger, Hinweise zu geben. „Man kann sich zum Beispiel an die Vertrauensleute des Landvolkes wenden und dort mal nachfragen”, sagte Mente. Auch eine direkte Ansprache sei durchaus möglich. „Letztlich sollte sich jeder Landwirt fragen, ob er die Geräte nicht zu Geld macht, weil es ja auch Werte sind, die da auf dem Acker liegen. Er könnte auch einfach einen Schrotthändler informieren, der würde wohl viele Geräte kostenlos abholen."

Von Tore Harmening