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Celle Stadt Aktionsgruppe Celle des Kinderhilfswerks Plan International gestaltet die Radiosendung Plattenkiste
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Aktionsgruppe Celle des Kinderhilfswerks Plan International gestaltet die Radiosendung Plattenkiste
14:58 27.12.2016
Celle Stadt

Die Aktionsgruppe besteht seit 15 Jahren. Seit elf Jahren macht Freiberg mit. Zusammengeschlossen haben sich Paten der betreuten Kinder im Kinderhilfswerk. Plan International verhilft Kindern in Entwicklungsländern zu einem besseren Bildungsumfeld. Vor allem Mädchen werden gefördert, da sie in diesen Ländern benachteiligt sind: 62 Millionen Mädchen besuchen keine Schule, erzählt Freiberg.

Fochtler nennt als ihren Hauptgrund für ihr Engagement in der Aktionsgruppe die Dankbarkeit. Ihr geht es gut, sie möchte gern etwas abgeben. So kam sie zu ihren Patenkindern von Plan International – und wurde auf die Aktionsgruppe vor zehn Jahren aufmerksam. Auch Eckholt hatte schon ein Patenkind, als sie zur Aktionsgruppe kam. „Die Gruppe war so nett, da bin ich geblieben“, schmunzelt sie. Binnen einer Woche nach dem ersten Kontakt verteilte sie bereits Flyer in einem Kino – und das ist mittlerweile acht Jahre her.

Die verschiedenen Aktionen sollen zu mehr Einnahmen führen, die dann über Plan International mit Sitz in Hamburg in die Bildungsaufgaben fließen, aber auch weitere Paten für einzelne Kinder sollen gewonnen werden. Dafür lässt sich die Aktionsgruppe Celle einiges einfallen. Mit einem selbst geschriebenen Märchen und verkleideten Darstellern in der Stadt wurde Celle beispielsweise bei einer Führung gezeigt. Diese Führungen wurden so begeistert angenommen, dass es gleich zwei am Tag geben musste, um die Nachfrage zu erfüllen. Zum Weltmädchentag am 11. Oktober wurde gestrickt – in Pink. Zuerst strickte nur die Gruppe, dann wurden Seniorenheime mit einbezogen. So kam ein Schal von etwa 190 Metern Länge zusammen. Denkmäler und Brückengeländer wurden geschmückt. So machten sie mit Pink auf sich aufmerksam. Aber auch Benefizkonzerte oder Gesundheitstage werden organisiert, um Plan International zu unterstützen.

2010 besuchte Freiberg zwei ihrer Patenkinder – in Tansania und Malawi. Die Kinder freuten sich riesig über die Aufmerksamkeit – und das ganze Dorf freute sich mit. Denn das Geld kommt nicht nur dem einen Kind zugute, sondern der ganzen Gemeinde – für Brunnenbau, für die Schule oder medizinische Projekte wie Impfungen. Jeder Pate hat die Adresse, er kann seinem Kind schreiben und bekommt einmal im Jahr einen Bericht über die dazu gehörenden Projekte.

Ein wirkliches Bild von Afrika hatte Eckholt nicht, sagt sie, das bekam sie erst in den Dörfern in Sambia. Die Leute hießen sie willkommen und zeigten ihr stolz die Projekte, schilderten selbstbewusst, was sie schon erreicht hatten und welche Ziele sie noch erreichen wollen.

Von cz