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Celle Stadt Aktionswochen gegen Rechts: Celler Jugendliche beziehen Position
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Aktionswochen gegen Rechts: Celler Jugendliche beziehen Position
17:42 15.04.2016
Die Schulband der Oberschule Winsen trat beim Gottesdienst für Schüler im Rahmen der Aktionswochen gegen Rechtsextremismus mit Liedern wie "Aufstehen, aufeinander zugehen" auf. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Die Schulband der Oberschule Winsen ist Teil des Programms beim Gottesdienst „Keine Chance für Rechts“ im Rahmen der Aktionswochen gegen Rechtsextremismus. Bis auf den letzten Platz gefüllt ist die Stadtkirche. Schüler aus dem gesamten Landkreis haben sich auf den Weg gemacht, um am Gottesdienst teilzunehmen.

Die Feier wurde von fast 70 Schülern der Evangelischen Jugend, der Oberschule Celle I, der Oberschule Winsen, des Hermann-Billung-Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen (BBS) I und III sowie von Lehrern und Schulpastoren gestaltet. Veranstalter sind das Schulpfarramt und die Evangelische Jugend im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Celle.

Das Programm beim Gottesdienst ist bunt gemixt und reicht von Musik über kurze Theater-Szenen bis hin zu Gebeten. Die Schüler vom Organisationsteam beschäftigten sich mit dem Thema Fremdenhass und stellen den Gästen ihre Ergebnisse vor. Sie wollen ein Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit.

„Wir haben es selbst in der Hand. Wir wollen euch dazu anregen, Position zu beziehen“, sagt Felix. Die Schüler treten dafür ein, sich gegenseitig zu schätzen. Gemeinsam beten sie und sprechen laut aus: „Gott, du hast uns Hände geschenkt, damit wir anderen helfen und nichts Böses tun.“

Mit Unterstützung des Publikums singt die Schulband der Oberschule Winsen „Aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander umzugehen.“ Ein anderer Schüler rappt über Werte und Liebe und bekommt ebenso wie die Schulband großen Applaus. Einige Schüler zeigen kurze Szenen, in denen sie thematisieren, wie viele Menschen die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg getötet haben und dass es wichtig sei, sich gegenseitig Mut zu machen und zu helfen, anstatt Krieg zu führen.

Über fremdenfeindliche Gruppierungen klären die Pastoren auf und bekräftigen, dass die Kirche für Demokratie, Toleranz, Versöhnung und Gleichbehandlung aller Menschen eintrete und Ausländerfeindlichkeit ablehne. Man dürfe nicht einfach nur zusehen.

Dieter Kindler, Schulpastor an den BBS I, und Susanne Bachmann-Günther, Schulpastorin an den BBS III, sind am Ende hochzufrieden mit den Darbietungen der Schüler. „Sie haben das toll gemacht. Viele übten nach dem Unterricht und auch noch zu Hause. Die Technik für die Auftritte wurde uns von der Lobetalarbeit zur Verfügung gestellt“, sagt Kindler. Die Kirche und die verschiedenen Schulformen hätten sehr gut bei dem Projekt zusammengearbeitet.

Von Jessica Poszwa