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Celle Stadt Akzeptanz im Kreis Celle für neue Suedlink-Pläne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Akzeptanz im Kreis Celle für neue Suedlink-Pläne
16:41 27.09.2016
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

Nicht nur in Bayern gab es Widerstand, auch im Kreis Celle. Die "Hauptschlagader der Energiewende" sollte an Wietze und Winsen vorbei mitten durch das Aller-Leine-Tal führen, eine Horrorvorstellung für viele Bürger im Celler Westkreis.

Diese Trassenführung und die Freileitungen sind vom Tisch, seit gestern sind neue Pläne für den möglichen Verlauf der Erdverkabelung öffentlich. Und diese kommen vor Ort sehr viel besser an. "Ich bin sehr erleichtert, dass die Einwände der Bürger und Kommunen eine komplette Erdverkabelung zur Folge haben und zukünftig keine einhundert Meter breiten Schneisen und siebzig Meter hohe Strommasten unser schönes Aller-Leine-Tal verschandeln und Lebensräume von Fauna und Flora gefährden", sagte Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann, nachdem er von den Plänen zur Stromautobahn erfahren hatte. "Das ist ein absolut wichtiger Schritt für die Lebensqualität unserer Einwohner und auch für Gemeinden wie Winsen, für die der Tourismus ein wichtiges Standbein ist. Nun geht es in der finalen Planung darum, die denkbar günstige Trasse zu ermitteln, um Einbußen in Forst- und Landwirtschaft gen Null tendieren zu lassen", erklärte der Winser Verwaltungschef.

Ähnlich sieht das Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann. "Das ist für Wietze das erwartet und erhoffte gute Ergebnis", sagte er. Die Vorschläge von Tennet sehen keinen Eingriff in Wietze vor – ganz anders als beim geplanten und schließlich verworfenen Verlauf der Freileitung. Klußmann hatte sich vor zwei Jahren dafür stark gemacht, Suedlink an der A7 zu bauen. In der Nähe von Wohngebieten sollte die Trasse unterirdisch geplant werden. Klar sei, dass eine komplett unterirdische Leitung viel teurer sei. Aber: "Die Unterhaltung wird dann viel günstiger sein", glaubt Klußmann.

Der Samtgemeindebürgermeister von Schwarmstedt, Björn Gehrs, meldete sich bei Facebook zu Wort. Für ihn überwiegen die positiven Aspekte, obwohl die Trasse direkt bei Schwarmstedt gebaut werden könnte. Es habe sich bestätigt, dass der Vorschlag des Landkreises Celle nicht tragfähig sei, so Gehrs und erinnerte an eine Resolution des Celler Kreistages, in der eine Streckentrasse an der A7 und somit bei den Nachbarn im Heidekreis gefordert wurde. "Die fachlich unausgereiften Vorschläge des Landkreises Celle sind vom Tisch, der eine Verlegung der Trasse aus dem Celler Raum in unsere Allerniederung vorgesehen hatte", schreibt Gehrs. Denn auch die unterirdische Trasse werde nicht an der Autobahn geplant. Vor allem sei aber wichtig, dass keine Freileitungen mehr vorgesehen sind.