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Celle Stadt Alin Coen Band lockt mehr als 300 Besucher in CD-Kaserne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Alin Coen Band lockt mehr als 300 Besucher in CD-Kaserne
13:17 22.01.2014
Anspruchsvoll und stilistisch vielfältig: Die Sängerin Alin Coen lockte mehr als 300 Zuschauer in die CD-Kaserne. Quelle: Peter Bierschwale
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Die in Hamburg zweisprachig aufgewachsene Coen hat nicht nur als Person und als Sängerin ein besonderes Flair, das gilt auch für ihre Songs und ihre Band. „Folk-Rock“ reicht zur stilistischen Einordnung kaum aus, auch der Zusatz „jazzig“ nicht. Die Musiker, allen voran Schlagzeuger Fabian Stevens, spielten hochkreativ, von schlichtem Balladen-Sound bis zu ungehörten sphärischen Klängen.

Coen begann ihren Auftritt mit dem deutschsprachigen Lied „Wer bist Du?“ aus ihrer ersten CD mit Zeilen wie dieser: „Da stehst du, wartest immer noch auf Rückenwind.“ Mittlerweile haben sich Coens Songs mehr auf die englische Sprache verlagert, und so sang sie in „Disconnected“ über das Vergehen der Dinge.

Schade war, dass trotz der vielen Technik manche der Texte, selbst die deutschen, kaum oder schwer zu verstehen waren. Das war bei ihren Solo-Auftritten in der Mitte des Programms besser. Ihr Lied „In andere Hände“ über eine junge Mutter, die ihr Baby für „eine bessere Zukunft“ in die Baby-Klappe gibt, ging nicht nur zu Herzen, es landete auch in der Magengegend.

Das Konzert eröffnete die kanadische Liedermacherin und Coen-Background-Sängerin Emily Brown, die sich zu ihren englischsprachigen Liedern mit der Gitarre begleitete. Brown sang mit bezaubernd klarer Stimme. Als der Auftritt nach 30 Minuten endete, reichte es dann aber auch: Obwohl sie vom Coen-Bassisten Philipp Martin unterstützt wurde, gestaltete sich ihr Auftritt musikalisch recht monoton.

Von Peter Bierschwale