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Celle Stadt Allerinsel: Alle Interessen unter einem Hut
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Allerinsel: Alle Interessen unter einem Hut
22:07 10.06.2017
Von Gunther Meinrenken
BildunterschriftBildunterschrift Quelle: cz
Celle Stadt

Das Entscheidende an dem neuen Rahmenplan: Die Celler Schützen rücken beim Schützenfest sogar noch näher an die Innenstadt heran. Von der Verlegung des Festplatzes an den Westrand der Allerinsel ist keine Rede mehr. Das Planungsbüro hatte über Jahre den Platzbedarf der Schausteller verfolgt und festgestellt, dass man diese auch östlich der Theo-Wilkens-Halle unterbringen könnte. In der festfreien Zeit dient die Fläche als Parkplatz, der allerdings "hochwertig" etwa mit Grün gestaltet werden soll.

Oberster Hauptschaffer Norbert Schüpp ist zufrieden. "Im Rahmen der Möglichkeiten ist es das, was einen guten Kompromiss zwischen allen Akteuren darstellt", meinte Schüpp am Ende der Sitzung. Dass die Schützen nicht in helle Begeisterung ausgebrochen sind, mag daran liegen, dass die Besucher des Schützenfestes künftig wohl besser mit dem Fahrrad kommen sollten. Denn für Autos wird es kaum noch Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Festplatzes geben. Für Stadtbaurat Ulrich Kinder kein Drama: "Der NDR hat gerade erst beim Landpartie-Fest bewiesen, dass man das organisatorisch mit einem Park-&-Ride-System lösen kann. Ich bin sicher, dass das die Schützen auch schaffen werden."

Und Frank Boberg von "Pesch und Partner" erklärte, warum sein Planungsbüro absichtlich keine zusätzlichen Parkplätze vorgesehen hat. "Wenn Sie auch nur einen Parkplatz anbieten, wollen alle da rauf." Eine ähnliche Erklärung lieferte Boberg auch hinsichtlich des Umstands, dass das ursprünglich im Ostteil geplante Parkhaus von den Entwürfen verschwunden ist. "Wenn sie kostenpflichtige und kostenfreie Parkplätze in unmittelbarer Nähe nebeneinander anbieten, werden die Leute immer erst versuchen, einen kostenlosen Parkplatz zu bekommen." Abgesehen von dem dadurch entstehenden Suchverkehr sei es auch schwierig unter diesen Voraussetzungen überhaupt einen Betreiber für ein Parkhaus zu gewinnen. Für die Mieter werde an Tiefgaragen gedacht.

Die Anzahl der Wohneinheiten schmilzt von zuerst vorgesehenen etwa 750 auf ungefähr 550 zusammen. Sie sollen nördlich der Hafenstraße entstehen und an der Speicherstraße. 15 Prozent der Wohneinheiten sollen gefördert werden, sprich sollen für Mieter vorgesehen werden, die sich die exklusive Lage auf der Allerinsel aus eigener Kraft nicht leisten könnten.

Und auch bereits die erste Firma hat Ansprüche angemeldet. "Pesch und Partner" haben bereits in ihren Planungen einen Bürokomplex berücksichtigt. Ein Unternehmen möchte seinen Standort auf die Allerinsel verlagern. Dieses soll quasi als Puffer zwischen Theo-Wilkens-Halle und Wohnbebauung errichtet werden.