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Celle Stadt Allerinsel: Bekenntnis ohne Wert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Allerinsel: Bekenntnis ohne Wert
16:27 02.02.2012
Von Gunther Meinrenken
Celler Hafen im Winter Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Auch Stadtbaurat Matthias Hardinghaus wusste auf Anhieb nicht, was seine Stadtplaner nun mit dem Antrag anfangen sollen. „Und was heißt das jetzt für die Verwaltung?“, fragte er in die Runde. Von der Politik vermochte darauf niemand eine Antwort zu geben.

Und das lag vor allem daran, dass das Bündnis der vier Fraktionen ihren Antrag so formuliert hatte, dass sie auf den ersten Blick nichts anderes wollen, als die Verwaltung eh gerade macht. Nämlich den 1. Bauabschnitt mit der Bebauung zwischen Hafenstraße und Mühlenaller, für den kurz zuvor der Bebauungsplan in die Wege geleitet wurde, zügig zu realisieren und dann über die weiteren Schritte noch einmal zu entscheiden. Der Rest steht zwischen den Zeilen und wurde auch im Ausschuss deutlich. Die Allerinsel-Skeptiker haben durchaus andere Vorstellungen über die Entwicklung der Allerinsel, als sie teilweise selbst im Juni 2010 mit dem Rahmenplan verabschiedet haben.

Torsten Schoeps, Fraktionsvorsitzender der WG, würde etwa gerne den Festplatz und die kostenfreien Parkplätze dort belassen, wo sie jetzt sind. Die auf dieser Fläche vorgesehene Bebauung möchte er in den hinteren Teil der Allerinsel verschieben. Gleichwohl stehe man zur Rahmenplanung, betonte Schoeps. Ein Satz, der an diesem Abend oft zu hören war aus den Reihen derjenigen, die mit ihren Vorstellungen das ganze Projekt zum Scheitern bringen könnten, wie die Verwaltung vor der Sitzung gewarnt hatte.

Auch Michael Bischoff legte für die CDU das Bekenntnis zum Rahmenplan ab, was vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Rentsch dankbar zur Kenntnis genommen wurde. „Ich dachte schon, sie wollen den Rahmenplan an die Wand nageln, wie es schon einmal ein Vorsitzender aus ihren Reihen hier getan hat“, spielte er auf Wulf Haack an, der vor eineinhalb Jahren – damals noch als CDU-Mitglied – die Planungen zusammen gestrichen hatte.

Dass die CDU nun durchaus für gravierende Änderungen eintreten könnte, wurde kurz darauf deutlich. „Was nicht geht“, meinte Rentsch, „ist, die ganze Planung umzustoßen, wie Herr Schoeps es will.“ Doch das hat Bischoff wohl im Sinn: „Das sind genau die Modifikationen, die möglich sein müssen“, meinte er.