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Celle Stadt Alte Buchenwälder Deutschlands auf Sondermarke verewigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Alte Buchenwälder Deutschlands auf Sondermarke verewigt
14:37 02.01.2014
Celle Stadt

Fuchs und Igel

Im Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden erwärmen, drängt am Eingang des Fuchsbaus der Nachwuchs ins Freie. Im Alter von sechs Wochen tollen die Jungfüchse im Freien herum, spielen „Beute fangen“ und entwickeln eine Hierarchie untereinander. Im Frühsommer gehen sie mit der Mutter schließlich auf Schulpirsch. Auf ihrem Speiseplan stehen Mäuse, Regenwürmer, Schnecken, Insekten, Frösche, Vögel, Vogeleier, Früchte und Aas.

Die jungen Igel müssen sich sputen. Viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn bereits ab Ende Oktober, Mitte November müssen sie ihren ersten Winterschlaf halten. Bis dahin heißt die Devise: Volle Kraft voraus für das Anfuttern von Fettreserven.

Schloss Stolzenfels am Rhein

Schloss Stolzenfels ist ein Paradebeispiel für die Baukunst der Burgenromantik. Ab 1836 wurde die zur Ruine verfallene mittelalterliche Burg nahe Koblenz durch die Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und Friedrich August Stüler (1800- 1865) zum Bergschloss ausgebaut. Auftraggeber war der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861), der die Burg noch als Kronprinz von der Stadt Koblenz geschenkt bekommen hatte.

Am Steilhang zum Fluss entstand eine neugotische Schlosskapelle. Die Gestaltung der Gartenanlagen – an der Nordspitze entstand der reizvolle Pergolagarten mit Aussicht ins Tal.

1250 Jahre Kloster Lorsch

Das Kloster Lorsch gehörte im Mittelalter zu den wichtigsten klösterlichen Zentren Mitteleuropas. Seine Bedeutung beruht als Königs- und Reichskloster auf dem engen Bezug zum früh- und hochmittelalterlichen Königtum, auf seiner gewaltigen Grundherrschaft in heute sechs europäischen Staaten, die von Graubünden bis zur heute niederländischen Nordseeküste reichte, und nicht zuletzt auf seiner Rolle als Brennpunkt der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte.

Das Kloster wurde 1991 als erstes hessisches Kulturdenkmal in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. 2013 wurde das „Lorscher Arzneibuch“ durch die Aufnahme in das UNESCO-Programm „Memory of the World“ geehrt.

Die Briefmarke zeigt einen Ausschnitt aus einem um 1854 entstandenen Gemälde des Darmstädter Hofmalers August Lucas (1803 - 1863) mit der Torhalle im Vordergrund.

Wiederansiedelung Fischarten: Lachs

Der Atlantische Lachs – dessen wissenschaftliche Bezeichnung „Salmo salar“ lautet – steht seit geraumer Zeit im Fokus des Naturschutzes. Die natürlichen Bestände des beliebten Speisefisches sind durch Überfischung in den Weltmeeren bedroht.

Atlantische Lachse sind aber nicht nur im Ozean zu Hause, sondern auch in Flüssen. Lachse zählen zu den anadromen Wanderfischen – sie verlassen die Meere, um flussaufwärts zu ihren Laichplätzen zu wandern. Dabei gelingt ihnen durch erstaunliche Anpassungsfähigkeit die Umstellung von der Salzwasserkonzentration in den Meeren zum Aufenthalt im Süßwasser von Flüssen und Bächen.

„Alte Buchenwälder Deutschlands“

Am 25. Juni 2011 wurde das UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenwälder der Karpaten“ um fünf Wälder in Deutschland erweitert. Die neue Welterbestätte heißt „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ und besteht aus Tiefland und Mittelgebirgs-Buchenwäldern in Deutschland sowie Gebirgs-Buchenwäldern in der Ukraine und der Slowakischen Republik.

Bei dem deutschen Teil handelt es sich um ausgewählte Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg.

Von Edgar Schröder