Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Altencelle: Bombentrichter als Gedenkort erhalten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Altencelle: Bombentrichter als Gedenkort erhalten
15:52 14.02.2014
Von Gunther Meinrenken
Dieter Reinebeck ist unzufrieden über den Zustand der Bombentrichter im Eichenwäldchen in Altencelle. Er möchte sie als Gedenkort erhalten. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Die Geschichte von Bauer Knop wird wohl unvergessen bleiben. Mit den zurückgebliebenen Bombentrichtern sieht es allerdings anders aus. Das befürchtet zumindest Dieter Reinebeck. Der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Historisches Altencelle setzt sich dafür ein, dass die verbliebenen Krater zum Gedenken erhalten bleiben.

„Hier war ein regelrechter Bombenteppich niedergegangen. Auf den Feldern war Loch an Loch. Die meisten wurden wieder eingeebnet. Doch noch Jahre später wurden immer wieder Bombensplitter gefunden“, berichtet Reinebeck. Vier Bombentrichter sind in einem heutigen Eichenwäldchen zwischen dem Hof Knop und der Firma Pludra übrig geblieben. Das Gelände ist vor ein paar Jahren an die Stadt verkauft worden.

Reinebeck hat die Krater vermessen und kartografiert. Der Zustand macht ihm Sorgen. „In einigen der Bombentrichter liegt Sperrmüll, in anderen wurde Abfall abgekippt. Außerdem befinden sich allerhand Äste, Baumwurzeln und Buschwerk in den Kratern“, so Reinebeck. Er hofft, dass die Stadt sich mehr um den Erhalt der Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg kümmert. Die Bombentrichter sollen in einen historisch-archäologischen Rundpfad aufgenommen werden, den Reinebeck derzeit konzipiert. „Ich würde mir wünschen, dass dort eine Tafel aufgestellt wird und sie als Gedenkort erhalten bleiben“, so der Altenceller Heimatforscher.