Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Altenpflegerin stellt Klingeltöne der Senioren in der Celler CD-Kaserne vor
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Altenpflegerin stellt Klingeltöne der Senioren in der Celler CD-Kaserne vor
18:07 13.09.2016
Ob Eifersüchtelei oder Volksmusik-Eskapaden – Sybille Bullatschek hat es nicht immer einfach. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Stolz berichtete die Schwäbin, dass ihr Altenheim die meisten 100-Jährigen im Umkreis beherberge. In einer Woche feierten zwei Seniorinnen ihr großes Jubiläum. Da war es der Tageszeitung zu viel, gleich zwei Fotos zu bringen. Mit Mühe und Not versuchte die Pflegerin es allen Recht zu machen, was in die Hose ging, so dass am Ende nur sie mit dem Bürgermeister auf dem Foto zu sehen war.

Entgegen aller schwäbischen Behäbigkeit regte sich Bullatschek über das neue Altersheim in ihrem Dorf, ihrer direkten Konkurrenz, auf. Das Werbeheft des Luxusheims beeindrucke sie nicht. "Bei uns können Sie sich in Badezimmern aus Marmor verwöhnen lassen", las die Pflegerin vor. "Marmor kenn' ich nur vom Kuchen", lautete ihr Kommentar.

Neben einer lustigen Befreiungsaktion der Senioren von einer ominösen Kaffeefahrt, die sich im Nachhinein als Kirchenausflug herausstellte, und der Rettung einer Kollegin, die verzweifelt an einem Drahtseil hing, stellte die Schwäbin die verschiedenen Klingeltöne der Senioren vor. Als Signal für das Nachtpersonals hat jeder Gast des Hauses "Sonnenuntergang" seinen eigenen Ton. Die ängstliche Frau Grube wurde zum Beispiel mit der Tatort-Titelmusik vertont und ein volksmusikliebender Heimbewohner bekam einen Erkennungston mit "Servus, Grüzi und Hallo".

Zum Schluss wurde es mit einem Lied musikalisch und der ganze Saal stimmte im Refrain mit ein und sang: "Komm lasst uns pflegen immer mehr, pflegen ist gar nicht so schwer."

Trotz viel Spaß und guter Laune wurde am Abend auch ein ernstgemeinter Dank an das gesamte Pflegepersonal ausgesprochen, was auch durch einen ermäßigten Eintrittspreis für die dort Arbeitenden zum Ausdruck kam.

Von Marie Schiller