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Celle Stadt Altes Celler Stadtwerke-Areal entwickeln
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Altes Celler Stadtwerke-Areal entwickeln
19:21 16.02.2015
Von Michael Ende
Joachim Ehlers freut sich, dass die Stadt jetzt seinen alten Antrag aus dem Jahr 2006 aufgreift und sich Gedanken um die Entwicklung des alten Stadtwerke-Geländes machen will. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Als 2003 die SVO Energie aus den Räumen an der Fuhsestraße in den "Glaspalast" an der Sprengerstraße umzog, erkannte die Politik die städtebauliche Chance, die das Areal bietet. Es gab auch Überlegungen, hier die Feuerwehr-Hauptwache anzusiedeln. Sie ist mittlerweile auf dem Saarfeld neu gebaut worden. Jetzt hat Stadtbaurat Ulrich Kinder gesagt, dass auf dem Stadtwerke-Gelände eine "interessante Mischung" aus Wohnen und Gewerbe denkbar sei.

"Die CDU-Fraktion im Ortsrat Neuenhäusen begrüßt ausdrücklich die Aussage zum Entwicklungspotenzial des Stadtwerke-Geländes und des angrenzenden Wohnquartiers. Damit nimmt der Stadtbaurat eine langjährige Forderung der CDU-Fraktion zur Erstellung eines Stadtentwicklungsplanes für diesen Bereich Neuenhäusens auf", so Joachim Ehlers, der in seiner Zeit als Ortsbürgermeister als Erster das Thema angesprochen hatte: "Bereits im Jahr 2006 hat die CDU-Fraktion erstmals auf das hervorragende Entwicklungspotenzial des Stadtwerke-Geländes einschließlich des angrenzenden Quartiers in einem Antrag hingewiesen und ein städtebauliches Entwicklungskonzept gefordert."

Wenn Kinder die Entwicklungsmöglichkeiten ebenso einschätzte, dürfte der Erstellung von Handlungskonzepten nichts mehr im Wege stehen, meint Ehlers: "Die Verwaltung sollte also in einer ganzheitlichen Betrachtung Vorschläge unterbreiten, wie das ehemalige Stadtwerke-Gelände und das angrenzende Wohnquartier künftig gestaltet werden können. Der städtebauliche Gesamteindruck des Quartiers leidet jedenfalls ganz erheblich unter dem gegenwärtigen Status Quo."

Nach Ehlers' Auffassung biete das Gelände mit seiner hervorragenden Lage vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, die sich auch auf das ganze Stadtviertel auswirken dürften: "Ob es zum Beispiel zum hochqualitativen Wohnstandort entwickelt oder die städtebauliche Idealvorstellung von Wohnen und Arbeiten realisiert wird, in dem umweltverträgliches Gewerbe mit angesiedelt wird, muss man sehen." Wie die jüngste Wohnungsmarktanalyse aufzeige, besteht trotz zurückgehender Bevölkerung eine hohe Nachfrage an qualitativ hochwertigen Wohnungen in zentraler Lage.

Besonders interessant ist da die Aussage Kinders, dass für die Entwicklung des Stadtwerke-Geländes Fördergelder aus dem Programm "Stadtumbau West" in Frage kämen. Damit könnte man auch die nicht abgearbeitete Altlasten-Problematik auf dem Stadtwerke-Gelände in Angriff nehmen, die bisher einer Entwicklung des Areals im Wege gestanden hat. In der zweiten Jahreshälfte soll eine Entscheidung fallen, ob und wie es weitergehen soll.