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Celle Stadt Am 31. August: CZ-Podiumsdiskussion zur Celler Oberbürgermeisterwahl
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Am 31. August: CZ-Podiumsdiskussion zur Celler Oberbürgermeisterwahl
10:18 06.09.2016
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Eines der Hauptthemen, die für die Zukunft Celles von Bedeutung sind, ist die Entwicklung der Innenstadt. Mit welchen Strategien wollen die Kandidaten den Leerstand beseitigen und die Rahmenbedingungen dafür setzen, dass die Geschäfte in der Altstadt konkurrenzfähig bleiben. „Mindestens 42 Läden stehen derzeit leer – meines Wissens sind es sogar deutlich mehr, als offiziell von der Stadt angegeben wird. Wenn hier nicht bald etwas passiert, kommen immer weniger Touristen nach Celle“, befürchtet CDU-Kandidat Nigge. Auch für junge Leute und Familien sei eine Innenstadt, in der nichts los ist, unattraktiv. Die Reduzierung der Leerstände sei daher essentiell für die gesamte weitere Entwicklung der Stadt.

Auch WG-Bewerberin Martin sorgt sich um die Wirtschaftskraft der Innenstadt. „Es kann nicht sein, dass weiterhin keine konkreten Vorschläge und kein Konzept zur Verbesserung der Lage, insbesondere im Hinblick auf die Leerstandsituation, von der Verwaltung vorliegen“, sagt Martin. Sie schlägt unter anderem den Bau eines weiteren Parkhauses im Bereich des Oberlandesgerichts/Mühlenstraße vor, um „einen Lückenschluss beim Parken im Altstadtkern herzustellen“. Ihr Vorschlag einer Überdachung von der Rabengasse bis zur Prinzengasse, zur Schaffung eines „Allwettereinkaufserlebnisses“, dürfte allerdings keine Chancen auf Realisierung haben. Die Idee wurde aus Feuerschutzgründen schon in der Biermann-Ära zu den Akten gelegt.

Amtsinhaber Mende hat sich auf die Fahne geschrieben, die Gewerbetreibenden sowie Einzelhändler in der Altstadt und im ganzen Stadtgebiet zu unterstützen. „Zum Beispiel durch einen Ansprechpartner in der Wirtschaftsförderung für alle Belange mit der Verwaltung, durch Hilfe bei Förderanträgen oder durch organisierte Partnerschaften oder Business Improvement Districts“, sagt Mende. Weiterhin möchte Mende die Stadt stärker in der Region Hannover vermarkten, neue Gewerbegebiete ausweisen und die Entwicklung der Allerinsel fortsetzen. Dabei ist ihm eines besonders wichtig: „Das alles funktioniert nur, wenn wir auch die Finanzen in den Griff bekommen“, stellt Mende fest.

Mendes Hauptkonkurrent Nigge meldet hingegen Zweifel an, ob die Wirtschaftsförderung derzeit ihren Aufgaben gewachsen ist. Er möchte im Falle seiner Wahl diesen Bereich deutlich stärken. „Nur wenn interessierte Investoren wie auch einheimische Unternehmen entsprechend betreut werden und wir ihnen bessere Angebote machen, investieren oder expandieren die Firmen in Celle“, so Nigge.

Gunther Meinrenken